Zirkusprojekt von CABUWAZI für junge Geflüchtete erhält Hauptstadtpreis für Integration und Toleranz

Schon länger engagiert sich der Berliner Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI für Kinder und Jugendliche aus geflüchteten Familien. Mit dem Projekt "CABUWAZI Beyond Borders" wurde Anfang des Jahres die Arbeit intensiviert und ein eigenständiges Team zusammengestellt. Die Zirkuspädagogen - die selber aus unterschiedlichen Kultur- und Sprachkreisen kommen - sind mit ihrem Jongliermaterial, mit Akrobatikmatten und Hula-Hoop-Reifen unter anderem in der Notunterkunft am Olympiapark und in Übergangswohnheimen in Marienfelde und Spandau unterwegs. Dort trainieren sie eine Woche lang in den Ferien oder in regelmäßigen Kursen mit Kindern aus Syrien, Afghanistan oder Albanien. Am Ende des Projekts zeigen die Kinder ihr Gelerntes in einer vielfältigen Zirkusshow.

"Zirkus ist offen für alle. Und Zirkus macht stark. Der Zirkus ist ein Ort, an dem alle so sein dürfen wie sie sind und die individuellen Stärken in die Gemeinschaft eines bunten Ensembles münden", sagt Anna Marquardt, Projektleiterin bei "CABUWAZI Beyond Borders". "Wir wollen einen sicheren Ort bieten für Kinder und Jugendliche, die ihr Zuhause verloren haben. Das ist uns ganz besonders wichtig. Wir wollen einen Ort bieten, der erste positive Erfahrungen mit der neuen Umgebung ermöglicht - in dem "Kind sein" erlaubt ist, der im Zweifel auch ohne oder nur mit wenig deutscher Sprachlichkeit funktioniert."

Der Hauptstadtpreis geht jährlich an die besten Berliner Projekte zum Thema Toleranz und Integration und wird von Berliner Unternehmern finanziert. Er wird von der Initiative Hauptstadt Berlin e.V. verliehen, deren Schwerpunkt die Verbesserung der Lebensbedingungen und Bildungschancen von Kindern ist.

Das am Donnerstagabend im Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden mit dem Sonderpreis ausgezeichnete Zirkusprojekt wird durch Spenden und Fördermittel finanziert. Einige Zirkuskurse und Ferienwochen wurden im Rahmen des Förderprogramms Kultur macht stark - Bündnisse für Bildung vom BMBF durch die Programmpartner Zirkus macht stark, den Paritätischen Gesamtverband, das Paritätische Bildungswerk und die Deutsche Sportjugend sowie vom Berliner Senat und der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung gefördert.

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