Das Projekt

Foto: © Matthias Steinbach
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Im Rahmen des Projekts CABUWAZI Beyond Borders haben geflüchtete Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene die Möglichkeit, einen Einblick in die Zirkusartistik zu gewinnen und dabei persönliche Stärken zu entdecken, ein soziales Miteinander in Gemeinschaft zu erleben und positive Verbindungen zur neuen Umgebung zu gestalten. Seit 2015 führt das Team von CABUWAZI Beyond Borders Zirkusprojektwochen, Workshops und fortlaufende Zirkuskurse direkt in Unterbringungseinrichtungen für Geflüchtete durch.
CABUWAZI Beyond Borders ist in ganz Berlin in Erstaufnahmeeinrichtungen, Clearingstellen, Not- und Gemeinschaftsunterkünften für Geflüchtete unterwegs und baut damit ein berlinweites Netzwerk auf.


Seit Frühjahr 2017 hat das Projekt einen festen Platz am Standort CABUWAZI Tempelhof – Der Kulturflughafen. Auf dem Zirkusplatz können Kinder und Jugendliche aus Berliner Unterkünften an inklusiven Zirkuswochen teilnehmen, offene Trainings, Kurse für Anfänger*innen und Fortgeschrittene besuchen und in abschließenden Zirkus-Shows gemeinsam mit anderen Kindern und Jugendlichen ihre gelernten Künste vor Publikum präsentieren. In den drei Zirkuszelten auf dem Tempelhofer Feld finden seitdem auch regelmäßige inklusive Projektwochen mit Willkommens- und Regelklassen aus ganz Berlin sowie  Ferienschulen mit Deutschförderung statt.

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Was wir erreichen wollen

Foto: © Matthias Steinbach
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Mit dem Projekt CABUWAZI Beyond Borders möchten wir Kindern und Jugendlichen, die ihr Zuhause verloren haben, einen sicheren Ort bieten. Das Zirkustraining soll schön sein, Spaß machen und erste positive Erfahrungen mit der neuen Umgebung ermöglichen. Im Zirkus ist das "Kind sein" erlaubt und das Training funktioniert im Zweifel auch ohne oder nur mit wenig deutscher Sprachlichkeit.


Wir streben in unseren Angeboten keine artistische Höchstleistung an, sondern schaffen einen spielerischen Entwicklungsraum, in dem Selbstbewusstsein entsteht und die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen befähigt werden, ihre Belange aktiv zu gestalten.
Einer der besonderen Schwerpunkte der Zirkustrainings mit geflüchteten Kindern und Jugendlichen ist die Förderung der deutschen Sprachkenntnisse.

Zirkus und Spracherwerb
Unser zirzensisches Sprachkonzept - eine spielerische Form der Sprachvermittlung - ermöglicht sowohl den Erwerb erster Kenntnisse der deutschen Sprache als auch die Vertiefung bereits bestehender Kenntnisse.
Ziel des Unterrichts ist vor allem, dass die Teilnehmenden durch die unbefangene Nutzung der deutschen Sprache die Möglichkeit erhalten, sich wohl zu fühlen und ihre Bedürfnisse und Gefühle auszudrücken. Sie sollen Lust bekommen, sich mit der deutschen Sprache zu beschäftigen. Um dies realisieren zu können, wird nicht die gewöhnliche Form des Unterrichts genutzt, sondern die Sprachvermittlung an die besonderen Herausforderungen und an hilfreiche Vokabeln des Trainings angepasst.


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Unsere Angebote

» Inklusion
» Offenes Training und wöchentliche Kurse
» Ferienschulen

Foto: © Matthias Steinbach
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Das Angebot entsteht aus der Verzahnung der mobilen Projekte
in den Einrichtungen für geflüchtete Menschen und dem zirkuspädagogischen
Angebot auf dem Platz.

Das mobile Team führt seine aufsuchende Arbeit in den Unterkünften
(aktuell in Spandau, Charlottenburg und Marienfelde) durch.  Das Team
bietet vor Ort zunächst Bewegungsspiele und  Zirkuskurse an, um den geflüchteten
Kindern und Jugendlichen einen positiven Start in der neuen Umgebung zu ermöglichen.

Foto: © Matthias Steinbach
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Zu den Angeboten auf dem Platz zählen regelmäßige Zirkustrainings in den
einzelnen Disziplinen, das offene Training, Schulprojektwochen mit
den Willkommensklassen und Ferienworkshops.

Inklusion
Durch die angestrebte Inklusion in den Zirkusgruppen von hier beheimateten Kindern und den Kindern mit Fluchterfahrung wird ein gemeinsames, partnerschaftliches Erleben zur Normalität. Neben den artistischen Fähigkeiten wird den Kindern der Zugang zur deutschen Sprache erleichtert, indem sie in Interaktion mit den beheimateten Kindern treten und die spielerischen Konzepte sie im Üben der neuen Sprache unterstützen.

Foto: © Matthias Steinbach
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Offenes Training und wöchentliche Kurse
In einer Gruppe von ungefähr 15 Kindern und Jugendlichen trainieren die Teilnehmenden die unterschiedlichen Disziplinen Trapez, Trampolin, Akrobatik, Clownerie, Jonglage oder diverse Balance-Disziplinen. Das offene Training findet auf dem Zirkusplatz des CABUWAZI Standorts Tempelhof statt. Dabei ist es wichtig die Gruppen gemischt zu gestalten: Kinder und Jugendliche aus geflüchteten Familien trainieren gemeinsam mit bereits hier beheimateten Kinder aus der sozialräumlichen Umgebung. Dies gilt sowohl für Projektwochen, als auch für die Kurse, die auf dem Platz stattfinden.
Zusätzlich findet täglich (von Montag bis Freitag)  ein offenes Training für Kinder und Jugendliche statt. Die Workshops, Kurse und Projektwochen werden von Zirkuspädagog*innen und pädagogisch erfahrenen Artist*innen angeboten.

Foto: © Matthias Steinbach
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Ferienschulen
Ferienschulen bei CABUWAZI bedeuten für die Kinder aus den Unterkünften spielerisch Deutsch zu lernen und die Möglichkeit der persönlichen Entwicklung mithilfe von Artistik.
Eine Ferienschule geht über 10 Tage, d.h. zwei Wochen von Montag bis Freitag und wird für 12-15 Teilnehmer*innen von zwei Zirkus-Trainer*innen und einer Sprach-Trainer*in durchgeführt.

Ziele unseres Spracherwerbs sind die Vorstellung der eigenen Person, die Äußerung von Bedürfnissen und die aktive Teilnahme im Zirkus und am sozialen Leben. Im anschließenden Zirkustraining können die Schüler*innen das neue Wissen direkt anwenden, während sie unterschiedliche artistische Disziplinen (Jonglage, Akrobatik, Trapez, Balance etc.) und künstlerische Genres (Musik, Tanz, Schauspiel) kennenlernen und erleben.

Ihr künstlerisches Talent zeigen die Kinder und Jugendlichen am Ende der zwei Wochen in einer Abschlussshow, zu der Eltern, Mitarbeitende und andere Bewohner*innen in der Unterkunft oder im Zirkuszelt eingeladen werden.

Vielen Dank an die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung für die Finanzierung des Ferienprogramms für geflüchtete Kinder.

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Das sind wir

Die Projektkoordination von CABUWAZI Beyond Borders erfolgt durch Anna Marquardt und Debora Bleichner. Die Bereichsleitung hat Ylva Queisser.

Leitung CABUWAZI Beyond Borders
Ylva Queisser
Tel +49 (0)30/ 95 999 48-93
» Email schreiben

Projektleitung CABUWAZI Beyond Borders
Anna Marquardt
Tel +49 (0)30/ 95 999 48-97
» Email schreiben

Projektleitung CABUWAZI Beyond Borders
Debora Bleichner
Tel +49 (0)30/ 95 999 48-94
» Email schreiben

 

Spenden für das Projekt mit dem Verwendungszweck „CABUWAZI Beyond Borders“ nehmen wir gern entgegen.

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Förderer und Unterstützer

Vielen Dank an:


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Kooperationspartner

Vielen Dank an:


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