Den ganzen Films könnt ihr hier sehen. 

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Das ist der internationale Jugendaustausch Mirtos - Berlin

Foto: © CABUWAZI
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Bereits seit 2014 besteht eine  Kooperation mit  unserem griechischen Partner Youthnet Hellas.

Diese manifestierte sich in bisher vier erfolgreich durchgeführten internationalen  Jugendbegegnungen.
Bei „Learn2 fly“, „Learn and Jump“ und „Learn to Upcycle“ sowie „Shape Shifters – Verwandlungskünstler Natur“ erhielten 35 Jugendliche aus Berlin und Mirtos/Kreta die Gelegenheit, die jeweils andere Lebenswelt intensiv kennenzulernen, ein besseres Verständnis für das Partnerland zu entwickeln und konstruktiv und zielführend ein gemeinsames Projektergebnis zu erarbeiten. Die vier unterschiedlichen Konzepte bauten jeweils aufeinander auf und verarbeiteten die Ergebnisse und Wünsche der vorhergegangenen Begegnung.
Allen teilnehmenden Jugendlichen wurde dadurch bewusst, wie unterschiedlich die Realitäten der beiden Kooperationspartner waren. Nicht nur die Verortung in ruralen und urbanen Lebensräumen und die individuelle Anpassung an die jeweils anders vorhandenen Ressourcen wurde reflektiert, auch die unterschiedliche Auswirkung internationaler Entwicklungen auf das jeweilige Lebensumfeld wahrgenommen und problematisiert. Die Folgen der internationalen Finanzkrise trafen Griechenland und insbesondere die ländlichen Gebiete dort weitaus härter, was zu einer Modifizierung der Handlungsstrategien im Alltag geführt hat. Durch die sozial- und wirtschaftspolitische Schieflage des ganzen Landes wurden für die Menschen Selbstorganisation, Selbstversorgung  und eigenverantwortliches  und gemeinschaftliches Handeln in allen Bereichen des täglichen Lebens überlebensnotwendig. Im selben Maße wuchs die Abhängigkeit  vom unmittelbaren Lebensumfeld und dessen natürlichen Ressourcen. Auswirkungen in dieser Vehemenz verspürten die Berliner Jugendlichen dagegen kaum.

Mit dem Austausch wenden wir uns besonders an Jugendliche, die keinen Zugang zu weiterführenden Bildungsangeboten bzw. Angeboten der Kinder und Jugendarbeit haben. Beiden Jugendgruppen gemein ist die Prägung von Perspektivlosigkeit, drohender oder existierender Arbeitslosigkeit und Resignation.

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Die Jugendlichen sind in unterschiedlicher Art und Weise mit ökologischen Themenfeldern konfrontiert, die politischen Debatten über den stetigen Klimawandel sind beängstigend und verunsichernd. Klimawandel, Umweltschäden, Bienensterben, Diskussionen über Wasserrechte, Massentierhaltung, Verschmutzung durch fossile Brennstoffe usw. betreffen alle und  gemeinsam sind sie von vielfach anonymen, politischen Entscheidungen abhängig, die maßgeblich die Zukunft der Jugendlichen bestimmen.

Bei der internationalen Begegnung 2017 „Shape Shifters – Verwandlungskünstler*innen“ wurde eine futuristische Performance entwickelt , die mit zirzensischen und künstlerischen Mitteln die Visionen der 17 griechischen (Mirtos/ Kreta) und 17 deutschen Jugendlichen (aus Treptow Köpenick) zur Metamorphose der Menschheit an eine sich ständig verändernde Umwelt aufzeigt: Wohin geht die Entwicklung der Menschheit, wie sieht die Welt in 25, 50 oder 100 Jahren aus?  Wie wollen wir leben?

Dabei kamen im künstlerischen Schaffensprozess neben zeitgenössischer Artistik, Schauspiel, kreativem Tanz, Sound und Zeichnen auch medienpädagogische Elemente wie Fotografie und Videomapping zum Einsatz.

Ein zentrales Ziel ist zudem immer der Abbau von Intoleranz und rechtsgerichtetem Gedankengut. Viele der Jugendlichen setzten sich zum ersten Mal mit anderen Kulturen und Denkweisen auseinander und lernen, sich kritisch mit den eigenen Vorurteilen zu beschäftigen.

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Das sind die Ziehle des Projekts

Foto: © CABUWAZI
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Unsere Zielsetzung

• Konzeption und Realisierung einer künstlerisch hochwertigen Inszenierung, die die Visionen der Jugendlichen inhaltlich und choreographisch umsetzt und die erlernten Fähigkeiten vereinigt
• Vermittlung von kreativen und handwerklichen Skills zur Realisierung des Projektergebnisses in professionell geleiteten Workshops und Seminaren, die auch weiterführend berufliche und persönliche Entwicklung nachhaltig stärken
• Vermittlung von Schlüsselkompetenzen wie Eigeninitiative, Verantwortungsbewusstsein, Zuverlässigkeit und  Selbstorganisation, um die sich selbst gesetzten Ziele zu erreichen
• Förderung der Selbstreflektion der eigenen Lebenssituation auf unterschiedlichen Ebenen, im persönlichen Umfeld, dem Lebensraum Stadt/Land, in der europäischen Gemeinschaft und die Anregung einer übergeordneten Sichtweise – „0ut of the box-thinking“
• Stärkung und Ausprägung von persönliche Kompetenzen, sowohl den physischen, psychischen als auch charakterlichen. Dazu gehören Selbstwahrnehmung, Motorik, Ausdauer, Kraft und Geschicklichkeit  genauso wie Kognition, Selbstvertrauen, Lernfähigkeit , Kreativität, Fantasie, Spontaneität und Mut
• Reflexion und Ausbau von sozialen Kompetenzen insbesondere im interkulturellen Kontext. Die Struktur des Projektes fördert in hohem Maße Teamfähigkeit, Konfliktfähigkeit, Respekt und Akzeptanz,  die die Jugendlichen in der Zusammenarbeit und dem täglichen Umgang miteinander beweisen müssen
• Förderung von Toleranz und demokratischem Bewusstsein, Abbau von Vorurteilen und Förderung einer Europäischen Gemeinschaft

 

 

Vielen Dank an » Erasmus+, » JUGEND für Europa und » BKJ- Bundeszentrale für Kulturelle Jugendarbeit für die Unterstützung!

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