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kostenfreie Fortbildung: Weltfluchten

LocationAltglienicke
Time 22. - 23. September 2022
10:00 - 17:00 Uhr

WELTFLUCHTEN: Zirkus als kosmopolitischer Raum und Zufluchtsort für vulnerable Gruppen

Die Veranstaltung mit internationalen Referenten wird in
Zusammenarbeit mit der Universität Helsinki arrangiert, die in den
letzten Jahren eine Reihe von Forschungsprojekten zur
Zirkusgeschichte koordinierte (www.divergingfates.eu,
www.forgottencosmopolitans.eu). Die Zielgruppen des Seminars
sind Zirkuspädagog:innen, Sozialarbeiter:innen, Schullehrer:innen,
aber auch museale Fachkräfte und Historiker:innen.
Selbstverständlich steht die Veranstaltung auch all jenen offen, die
für Zirkusgeschichte Interesse zeigen. Für weitere Auskünfte steht
Ihnen Koordinator Malte Gasche zur Verfügung:
[email protected]

Inhaltliche Schwerpunkte des Seminars:
Das angebotene Fortbildungsseminar will a) den Zirkus als
kosmopolitischen Raum herausstellen, der seit Jahrhunderten für
seine Besucher:innen ein Portal in die weite Welt öffnet und b) auf
den Zirkus als Zufluchtsort Aufmerksamkeit machen, der
ausgegrenzten und vulnerablen Gruppen auch heute noch Schutz
bietet.
Der Zirkus stellt seit Jahrhunderten eine äußerst beliebte
Unterhaltungsform dar. Zirkusse mit ihren Angehörigen
verschiedener Ethnien und sozialer Herkunft verkörpern noch heute
mobile und kosmopolitische Sphären. Als solche sind sie in der Lage,
viele Grenzen zu überschreiten und soziale sowie kulturelle Brücken
zu schlagen. Zirkusse sind Orte des Kulturtransfers und bieten
Räume für die Akzeptanz des Andersseins.

Zirkusfamilien mit jüdischem, jenischem und/oder Sinti-und-Roma Hintergrund waren von der nationalsozialistischen Verfolgung
besonders betroffen, ohne dass ihr Schicksal nach 1945 größere
Beachtung gefunden hätte. Gleiches gilt für die Tatsache, dass der
Zirkus in vielen Fällen einen unikalen Schutzraum für Verfolgte im
Nationalsozialismus darstellen konnte. Mit der Aufnahme von
geflüchteten Nachwuchsartist:innen aus ukrainischen Zirkusschulen
und ukrainischen Zirkuskünstlern mit ihren Familienangehörigen,
wird der Zirkus als Zufluchtsort erneut sichtbar.
Theaterpädagogik & Performance der Projektgruppe „CiNS ‒
Circus im Nationalsozialismus“

Im zweiten Teil des Seminars werden neue pädagogische Wege in
der politischen Bildungsarbeit und Geschichtsvermittlung diskutiert:
Durch das Zusammenspiel von Forschung und artistischen Aktionen
wie Performance Acts und Stage Storytelling sollen alternative
Möglichkeiten der Bildungs- und Erinnerungsarbeit aufgezeigt
werden, was auch mithelfen kann, verlorenen historischen Raum
zum Leben zu erwecken. Unterstützt werden die Referent:innen
dabei von der artistischen Projektgruppe „Circus im
Nationalsozialismus“, die durch ihre Performance über das Leben
Irene Bentos, die als Artistin jüdischer Herkunft im Zirkus Althoff den
Holocaust überlebte, bekannt geworden sind.

Anmeldeschluss: 15. September

Für weitere Infos wende dich bitte an:
Aurélie · Standortleitung Altglienicke
+49 (0)30 / 22 19 76-60 |

Ticketpreise

0.00 Euro Anmeldung
Zur Buchung

Standardtickets werden einmalig berechnet. Show- und Veranstaltungstickets sind vom Umtausch ausgeschlossen. Ferienbuchungen werden anteilig per Gutschein erstattet. Weitere Informationen siehe Ticketinformationen und Rückgabebedingungen.