Von Alt-Treptow nach Marzahn-Hellersdorf: Unsere Geschäftsstelle zieht um!
Anfang März verabschiedet sich die Geschäftsstelle der GrenzKultur gGmbH aus der alten Gemeindeschule in der Bouchéstraße 75 in Alt-Treptow und bezieht neue Räume in der Alten Börse Marzahn in Marzahn-Hellersdorf. Die alte Gemeindeschule wird in den kommenden Jahren umfassend saniert und zu einem „Bürgerhaus“ weiterentwickelt, das künftig als Mittelpunkt des Kiezes dienen soll.
Mit unserem Umzug verlieren wir zwar die unmittelbare Nähe zum CABUWAZI-Standort Treptow, der bislang sprichwörtlich direkt vor unserer Haustür lag. Gleichzeitig gewinnen wir aber eine moderne, zeitgemäße Infrastruktur und arbeiten künftig Tür an Tür mit weiteren Verwaltungen aus unserem Unternehmensverbund.
GrenzKultur unter einem Dach
Unter dem Dach der GrenzKultur gGmbH vereinen sich neben unseren CABUWAZI-Standorten auch die Circus Akademie Berlin sowie das Institut für Zirkustherapie Alegria. In unserer Geschäftsstelle werden diese vielfältigen Aktivitäten koordiniert, begleitet und weiterentwickelt. Hier arbeiten Geschäftsführung, Buchhaltung, Personalverwaltung und Projektabrechnung ebenso wie das Team für Ticketing und Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
Mit dem Umzug in die Alte Börse geben wir unserem zentralen Verwaltungsstandort, eine zeitgemäße Basis für unsere Arbeit und Raum für Wachstum.
Ein Gelände mit bewegter Geschichte
Die Alte Börse ist Teil eines Komplexes, der Ende des 19. Jahrhunderts als zentraler Viehhandelsplatz entstand. Durch die Jahrzehnte diente es jedoch den unterschiedlichtsten Zwecken und ist eng verbunden mit der Geschichte Berlins im 20. Jahrhundert.
Von hier aus wurden sowohl die Berliner Bevölkerung als auch das Militär versorgt, insbesondere während des Ersten Weltkriegs. Im Zweiten Weltkrieg nutzte die Wehrmacht das Gelände, bevor es nach 1945 von der Roten Armee als Lager übernommen wurde; der Viehhandel wurde in dieser Zeit endgültig eingestellt. Auch im Zusammenhang mit dem Volksaufstand vom 17. Juni 1953 spielte das Gelände eine Rolle, als hier zeitweise festgenommene Bürger:innen gesammelt wurden. Später nutzte die Nationale Volksarmee (NVA) Teile des Areals als Lager- und Reparaturstützpunkt.
Erst nach der Wiedervereinigung begann eine neue Phase: Die Gebäude wurden saniert, denkmalgerecht instandgesetzt und schrittweise zu einem Kultur- und Veranstaltungsort entwickelt. So fanden zum Beispiel einige Künstler:innen des geräumten Tacheles hier vorübergehend neue Ateliers.
Heute bietet die Alte Börse vielen Organisationen aus dem sozialen und kulturellen Bereich ein Zuhause.
Abschied und Aufbruch
Alt-Treptow war viele Jahre organisatorischer Mittel- und Ausgangspunkt zahlreicher Projekte. Von hier aus wurden Programme entwickelt, Kooperationen geknüpft und Veranstaltungen vorbereitet. Nun geht es weiter in Marzahn-Hellersdorf!
Mitte März der Umzug abgeschlossen. Dann ist unsere Geschäftsstelle offiziell in der Alten Börse angekommen. Wir freuen uns auf die Arbeit an diesem geschichtsträchtigen Ort und auf viele weitere engagierte Jahre in neuer Umgebung.