Zurück zur Übersicht

Spendenaufruf für junge Artist*innen aus der Ukraine

Wir brauchen eure Hilfe

Zusammen mit vielen anderen Zirkussen und Artist*innenschulen in Deutschland und Europa stehen wir mit der Circus Academy Kiew in Kontakt. Das Ziel: Schüler*innen weiterhin eine artistische Ausbildung zu ermöglichen – an verschiedenen Ausbildungsstätten in sicheren Ländern Europas.

Die Akademie bildet insgesamt 750 Schüler*innen im Alter von 14 bis 22 Jahre aus und gehört zu den besten Zirkusschulen der Welt. Nun sind die Schüler*innen, deren Trainer*innen und Familien nicht mehr sicher in der Ukraine.

Auch wir von CABUWAZI möchten den Familien auf der Flucht helfen und unsere Zelte und Trainingsstätten zur Verfügung stellen.

Neben den Trainingsstätten braucht es dafür vor allem eine gute, langfristige Unterkunft und Unterstützung beim Ankommen in einem neuen Land – viele Familien konnten nur wenige Habseligkeiten mitbringen, brauchen medizinische Versorgung oder Hilfestellung bei bürokratischen Wegen. Gemeinsam mit euch können wir das Ankommen erleichtern – dafür möchten wir euch um Spenden bitten.

Jeder Euro hilft, um Hilfe zu leisten!

➡️  Spenden könnt ihr ganz leicht über unser Spendenformular.

oder per Überweisung:

➡️ Spendenkonto:
IBAN : DE15 1002 0500 0001 2084 10
BIC : BFSWDE33BER
Bank für Sozialwirtschaft
Verwendungszweck: Ukraine-Hilfe

Tausend Dank an alle, die sich beteiligen!
Euer CABUWAZI-Team

❤️🧡💜


Zurück zur Übersicht

8. März: Heute ist Frauen*tag

Seit 1911 gibt es den “Internationalen Frauen*tag”, an dem weltweit auf Frauenrechte und Gleichstellung aufmerksam gemacht wird. In Deutschland konnten im Januar 1919 Frauen das erste Mal in der Geschichte wählen und gewählt werden. Obwohl seitdem viel passiert ist, haben Frauen* und Mädchen* weltweit weiterhin mit Chancenungleichheit zu kämpfen.

Unzählige Heldinnen haben mit ihrem Kampf für Gleichberechtigung und Aufklärung eine Veränderung der Welt, von Werten und Einstellungen vorangebracht und bringen sie voran. Über einzelne wollen wir heute sprechen – über jede* sind wir dankbar!

Denn auch wir sind davon überzeugt, dass man die Welt vor allem gemeinsam verändern kann – das zeigen uns nicht nur die letzten 100 Jahre der Frauen*bewegung, sondern auch die aktuellen Zeiten!

 

Simone de Beauvoir

“Der Frau bleibt kein anderer Ausweg, als an ihrer Befreiung zu arbeiten. Diese Befreiung kann nur eine kollektive sein.”

Simone-Lucie-Ernestine-Marie Bertrand de Beauvoir (1908 bis 1986) war eine französische Schriftstellerin, Philosophin und Feministin. Sie hatte ein großes Ziel, für das sie ihr Leben lang gekämpft hat: Die Gleichberechtigung der Frau!

Schon als Jugendliche störten sie viele der gesellschaftlichen Regeln. Warum wollten sie alle davon abhalten, zu studieren? Simone de Beauvoir ließ sich davon nicht abhalten. Als eine der ersten weiblichen Studierenden überhaupt lernte sie an der Pariser Universität. Sie wählte die Fächer Philosophie, Literatur und Mathematik. Für noch mehr Aufregung sorgte die Philosophin, als sie zu schreiben begann und ihre Ideen zu der Gleichberechtigung von Frauen und Männern veröffentlichte. Mit ihrem berühmten Satz “Man kommt nicht als Frau zur Welt, sondern wird es.” widersprach de Beauvoir der Annahme, dass Männer den Frauen von Natur aus überlegen sein sollen. Vielmehr glaubte sie, dass erst die Erziehung und Gesellschaft dafür sorgen, dass sich Frauen und Männer unterschiedlich verhalten.

Mit ihren beiden existentialistischen Romanen L’Invitée und Le Sang des autres , 1984 von Claude Chabrol als Das Blut der Anderen verfilmt, erlangte Simone de Beauvoir Anerkennung als Schriftstellerin. Der Welterfolg Das andere Geschlecht gilt als ein Meilenstein der feministischen Literatur und machte sie zur bekanntesten Intellektuellen Frankreichs. Auch ihre Essays gelten als wichtige Beiträge zu dem jeweiligen Fachgebiet.

 

Kimberlé Crenshaw

“Wenn Feminismus sich nicht explizit gegen Rassismus wendet, und wenn Antirassismus sich nicht in Opposition gegen das Patriarchat stellt, werden rassismuskritische Politik und Geschlechterpolitik gegeneinander ausgespielt und beide verlieren dabei.”

Kimberlé Crenshaw gilt als die Begründerin des intersektionalen Feminismus! Sie wurde 1959 in Ohio geborenund ist heute Juristin und Professorin. Als Juristin erkannte sie, dass im Gesetz und vor Gericht sexistische und rassistische Diskriminierung ausschließlich als zwei getrennte Bereiche behandelt wurden. In der Realität sind Diskriminierung aufgrund von beispielsweise Herkunft, Geschlecht oder Klasse jedoch stark miteinander verbunden.

In ihrer Überschneidung führen diese Kategorien zu einer sehr spezifischen Art der Marginalisierung: Schwarze Frauen werden etwa nicht nur als Frauen am Arbeitsmarkt diskriminiert, sondern auch, weil sie nicht weiß sind.

 

Judith Butler

“Sehr männliche und weibliche Rollen sind nicht biologisch fest, sondern sozial konstruiert.”

Judith Butler ist eine US-amerikanische Philosophin und Philologin. Sie ist Professorin für Rhetorik und Komparatistik an der University of California, Berkeley. Sie hat in ihren Büchern Das Unbehagen der Geschlechter“ und „Körper von Gewicht“ eine damals neue Konzeption von «Geschlecht» (Gender) entwickelt, die mit solcher Intensität aufgenommen wurde, dass sie heute nicht mehr an ihren Konzepten vorbeikommt.

Sie beschreibt, dass Geschlechter als Rollen verstanden werden, die im gesellschaftlichen Umgang entstehen und sich laufend verändernd an immer neue Generationen weitergegeben werden. Sieführt weiter aus, dass es eine offene Vielzahl von Geschlechtern gibt, die nicht an die eine biologische Unterscheidung zwischen Frauen und Männern gebunden sind; und sie bekundet die Sympathie von Menschen für individuelle Spiele und auch Dramen des Übergangs zwischen den Geschlechtern (zum Beispiel für die Auftritte von «Dragqueens»).

Über Geschlechterthemen hinaus hat sie sich mit Fragen von Macht und Subjekttheorien beschäftigt, seit 2002 zudem mit der Ethik der Gewaltlosigkeit.

 

Literatur:
https://beruhmte-zitate.de/autoren/simone-de-beauvoir/
https://www.hanisauland.de/wissen/kalender/simonedebeauvoir_geburtstag
https://frauenseiten.bremen.de/blog/frau-woche-kimberle-crenshaw/
https://www.zeit.de/zett/politik/2019-01/diese-10-feministinnen-musst-du-kennen
https://www.nzz.ch/feuilleton/judith-butler-ohne-sie-wuerden-wir-nicht-ueber-gender-reden-ld.1629921
https://beruhmte-zitate.de/autoren/judith-butler/

 


Zurück zur Übersicht

EFD Co-Koordinator*in (m/w/d) gesucht

Wer sind wir?

CABUWAZI ist ein Kinder- und Jugend- Zirkus mit sozialen, künstlerischen und pädagogischen Zielen, umgesetzt an 6 Standorten Berlins. Wir engagieren uns für eine tolerante, demokratische Gesellschaft und ein weltoffenes Berlin. Unser Ziel ist es, Kinder und Jugendliche zu stärken und dabei zu unterstützen,durch Selbstwirksamkeit ihr Potential zu entfalten.

Seit 2012 ist CABUWAZI sowohl Aufnahme- als auch Entsendeorganisation für europäische Freiwillige (European Solidarity Corps). Aktuell nehmen jährlich ca. 15-20 Lang- und Kurzzeitfreiwillige an unserem Projekt teil.

Für diesen Bereich suchen wir eine Co-Koordination für 20 h/ Woche ab 01. Mai oder früher.

Aufgabenfeld:

  •  Co-Koordination des Gesamtprojektes bei CABUWAZI
  • Antragstellung, Abrechnung und Dokumentation für das Programm „European Solidarity Corps“
  • Durchführung des Bewerbungsverfahrens der Freiwilligen
  • Betreuung und Unterstützung der Freiwilligen vor, während und nach ihrer Freiwilligenzeit
  • Budgetplanung und Kontrolle
  • Zusammenarbeit mit unseren internationalen Partnern und der National Agentur

Wir erwarten:

  • Projektleitungserfahrung
  • Erfahrungen im Bereich europäische Fördermittel (Antrag, Abrechnung, Dokumentation)
  • Freude an der Arbeit mit Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen
  • hohe Kommunikations- und Teamfähigkeit
  • gute englische und deutsche Sprachkenntnisse in Wort und Schrift
  • Kompetenz in internationaler und interkultureller Netzwerkarbeit
  • proaktiver, selbständiger und eigenverantwortlicher Arbeitsstil

Wir bieten:

  •  ein interessantes, internationales und interkulturelles Aufgabengebiet mit eigenen Gestaltungsmöglichkeiten
  • eine sinnstiftende Tätigkeit in einer gemeinnützigen Organisation
  • eine Bezahlung nach Haustarif in Anlehnung an den TVL
  • 30 Tage Urlaub, Weihnachten und Silvester frei

Wir freuen uns über aussagekräftige Bewerbungen bis zum 31.03.22 per mail an:
[email protected] | Anne Kirschneck


Zurück zur Übersicht

Neues Projekt zur Klimaanpassung startet

Wie natürlich alle Trainingskinder wissen, finden die meisten Kurse in unseren schönen, rot-gelben Zirkuszelten statt! Was viele vielleicht noch nicht wissen, ist, dass die schönen Zelte anfällig gegenüber klimatischen Veränderungen sind, die unsere Arbeit insbesondere in den Sommermonaten zunehmend beeinträchtigen: Die Standorte sind geprägt von Freiflächen ohne bzw. mit nur vereinzelt gewachsenem Baumbestand und verfügen daher über wenig Schatten. Aufgrund der fehlenden Isolation heizen sich Zelte, Zirkuswagen und Container bei Sonneneinstrahlung schnell auf – Trainings und Verwaltungsarbeiten sind schon jetzt im Zelt teils unmöglich. Bei Starkregen drohen Überschwemmungen in den Zelten, zudem sammeln sich auf unebenen, versiegelten Bodenflächen schnell größere Pfützen, die unsere Wege auf den Plätzen einschränken. Starker Wind bedroht die fliegenden Bauten und erfordert stärkere Befestigung, um die Sicherheit von Kindern und Personal zu gewährleisten.

Das soll sich nun mit dem neuen Projekt der Klimaanpassung bei CABUWAZI ändern. Entstehen wird ein Klimaschutzkonzept, welches konrekte Maßnahmen- und einen Handlungsplan zur Anpassung unserer sechs bestehenden Zirkusplätze an klimatische Veränderungen aufzeigt.

Ein Vorgehen in mehreren Phasen

Damit das gelingt, wird es mehrere Projektphasen geben:

Phase 1: Durch eine partizpativ Umfrage mit allen CABUWAZI-Kindern wird ermittelt, wie unsere Trainingskinder die klimatischen Veränderungen wahrnehmen und einschätzen und wovon sie sich besonders gestört fühlen. An der Umfrage kann noch bis zum 13. Februar teilgenommen werden.

Phase 2: Nun möchten wir die im Konzept identifizierten geeigneten Maßnahmen an allen Standorten teils selbst, teils mit Unterstützung Dritter umsetzen –  einen Teil davon auch partizipativ mit den Trainingskindern und -Jugendlichen, um deren Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein von Beginn zu fördern.

Da unser Verwaltungs- und Trainingspersonal zwar eine zirkus- und/oder sozialpädagogische Ausbildung, brauchen wir natürlich Unterstützung durch Expert*innen – sowohl für die Planung und Umsetzung klimaschutzbedingter Maßnahmen auf unseren Plätzen als auch, um die Kinder und Jugendlichen auf unseren Plätzen für das Thema zu sensibilisieren.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass das Team von AKUT Partner die Projektbearbeitung übernommen hat!

Kontakt: [email protected]

 

 

Klimaanpassungskonzept CABUWAZI,
gefördert vom Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
(BMU) aufgrund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages

Zurück zur Übersicht

Das war 2021 – Jahresrückblick

Herausforderungen – so können wir das Jahr 2021 in einem Wort beschreiben! Auch dieses Jahr waren wir und unsere Trainingskinder durch die Pandemie vor besondere Herausforderungen gestellt: Lockdown, Planungsunsicherheit und Trainingsausfälle boten so manche Hürde.

Umso mehr haben wir uns gefreut, dass wir im Sommer wieder zum Ferienalltag zurückkehren und Zirkusferien anbieten konnten.

Neue Herausforderungen, das konnten wir in diesem Jahr eben auch erleben, können etwas Großartiges sein – so haben wir nicht nur einen neuen Standort in Hohenschönhausen im August offiziell eröffnet, sondern auch auf unserem Standort in Altglienicke hat sich einiges getan: Nach langer Bauphase haben wir es geschafft! CABUWAZI Altglienicke hat nicht nur ein neues Zirkushaus mit zwei Trainingstürmen, sondern auch ein neues Zirkuszelt, eine Röhnradhalle, ein Begegnungscafé und neue Außenbereiche. Auch das konnte mit einem neuen Team im Oktober gefeiert werden. In der Nähe beider Standort leben viele Kinder und Jugendliche, die einen erschwerten Zugang zu kultureller Bildung und einem sportlichen, kostenfreien Nachmittagsangebot haben – wir freuen uns, dieses jetzt noch besser anbieten zu können.

Sich Herausforderungen zu stellen, dazu braucht es auch Mut: Die Akteur*innen von FREEDOM OF MOVEMENT 2021 beschäftigten sich in diesem Jahr mit persönlichen Geschichten und Rassismuserfahrungen. In diesem Sinne wurde auch ein Prozess innerhalb unserer Organisation angestoßen, in dem sich das Team in Tempelhof kritisch mit seinem Weißsein auseinandersetzte.

Diese Auseinandersetzung wird 2022 fortgesetzt: Ein erster Vorschlag eines Konzepts für die „selbstkritische Organisationsentwicklung von CABUWAZI zur Schaffung eines diskriminierungsfreien und antirassistischen Trainings- und Arbeitsumfeldes“ wurde bereits erarbeitet!

Der Herausforderung, eine eigene Show auf die Bühne zu bringen, hat sich die Jugendgruppe „DaCapo“ aus Marzahn gestellt. Seit 2019 trainieren sie gemeinsam und haben nun zum ersten Mal eine ganz eigene Show entwickelt, die ein voller Erfolg war! In Treptow hat nicht nur die Jugendgruppe „The Moving Artists“ ein eigens Stück über Hatespeech im Netz auf die Beine gestellt, sondern es wurde auch das neue Kita-Mobil auf den Weg gebracht. Das Lastenrad fährt in ausgewählte Kitas im Bezirk, um mit den Kindern zu trainieren und über einen guten Umgang mit Medien zu sprechen. Und apropos Kita-Mobil: Das Kita-Mobil am Standort in Kreuzberg konnte trotz der Umstände gleich doppelt so viele Kitas anfahren wie noch im Jahr zuvor!

Alleine hätten wir all diese Herausforderungen nicht meistern können – deshalb möchten wir uns für das entgegengebrachte Vertrauen, Ihre und Eure großartige Unterstützung und die gute Zusammenarbeit herzlich bedanken!

Wir wünschen allen frohe Weihnachten und ein gutes neues Jahr mit schönen Erlebnissen und natürlich: neuen Herausforderungen!


Zurück zur Übersicht

The magic of volunteering

 

Berlin ist die Europäische Freiwilligenhauptstadt 2021! Unter dem Motto #EntdeckeDasWirInDir feiert Berlin die Leistungen und die Arbeit der vielen Freiwilligen in der Stadt und will für neues Engagement begeistern.

Auch CABUWAZI begrüßt jedes Jahr Freiwillige aus ganz Europa. Sie unterstützen uns nicht nur in alltäglichen Abläufen, sondern bereichern CABUWAZI mit ihrer Kreativität und ganz persönlichen Blickwinkeln. Dafür möchten wir uns bei all unseren Freiwilligen bedanken!

Egal ob bei mobilen Zirkusangeboten für Kinder und Jugendliche, bei Demonstrationen wie Fridays for Future oder bei Veranstaltungen auf unseren Plätzen, begeistern sie mit Herzlichkeit, Engagement und Energie für Zirkus und tragen den Geist von CABUWAZI hinaus in die Welt.

Im Rahmen der digitalen Auftaktsveranstaltung der Freiwilligenhauptstadt Berlin 2021 am 18. Februar wurde ein künstlerischen Beitrag unserer europäischen Freiwilligen in Form eines Zirkus-Videos  ausgestrahlt, den ihr nun auch hier sehen könnt. Film ab!

Weitere Infos zur Europäischen Freiwilligenhauptstadt 2021 findet ihr hier: https://freiwilligenhauptstadt.berlin/

Mehr zu unserem Freiwilligenengagement bei CABUWAZI: https://cabuwazi.de/ueber-uns/…

Bei Fragen zum Europäischen Frewilligendienst bei CABUWAZI könnt ihr auch eine E-Mail schreiben an: [email protected]


Zurück zur Übersicht

26 CHAOTISCH BUNTE JAHRE – Abschied von Karl Köckenberger als Geschäftsführer

Neben den äußeren Umständen war dieses Jahr auch intern ein besonderes für CABUWAZI.
Nach 26 Jahren übergibt Karl Köckenberger seine Position. Wir freuen uns, Anne Kirschneck als neue Geschäftsführerin gewonnen zu haben, die nach sechsmonatiger Übergangsphase zum Jahresanfang die alleinige Geschäftsführung übernehmen wird.

Das Team von CABUWAZI sagt: Danke Karl für 26 chaotisch bunte, überraschende und mutige Jahre. Dein ansteckendes Lachen und deine inspirierenden Ideen begleiten uns in eine spannende Zukunft!


Zurück zur Übersicht

CABUWAZI erhält Roman-Herzog-Preis

Wir freuen uns riesig! Für sein herausragendes gesellschaftliches Engagement hat CABUWAZI den Roman-Herzog-Preis der Berliner Stadtsparkasse erhalten. Da die offizielle Preisverleihung Anfang November aufgrund der Corona-Pandemie nicht stattfinden konnte, hat Bianca Richardt, Leiterin des Bereiches Stiftungen der Berliner Sparkasse (im Bild rechts), den zweiten Preis sowie die dazugehörige Urkunde am 24.11. an Geschäftsführerin Anne Kirschneck (im Bild links) und Britta Niehaus, Standortleiterin von CABUWAZI Treptow, überreicht. Die Übergabe fand vor der Alten Gemeindeschule in der Bouchéstraße statt, die wie kein zweites Gebäude für CABUWAZI steht: CABUWAZI Treptow nutzt die Räume von Beginn an – seit über 25 Jahren –für Trainings, Musik, Tanz und Entspannung sowie als Kostüm- und Requisitenwerkstatt, etwas später fand in dem ehemaligen Schulhaus auch die Verwaltung für alle CABUWAZI-Standorte ihren Platz. Die restlichen Räume sind an Künstler*innen und Kulturschaffende aus dem Kiez vermietet.

Der Roman-Herzog-Preis würdigt Berliner Projekte oder Initiativen, die durch ihre besondere Innovationskraft gesellschaftliches Engagement und Unternehmertum verbinden und so zur Weiterentwicklung der Gesellschaft und deren Zusammenhalt beitragen. Die Projekte sollen das Potential haben, aufgrund ihres Vorbildcharakters in die gesamte Bundesrepublik auszustrahlen. „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass wir es unter so vielen Bewerbern unter die ersten drei geschafft haben. Das ist eine große Bestätigung für uns, dass wir mit unseren integrativen Zirkusangeboten für junge Menschen nicht nur den Bedarf dieser großen Stadt treffen, sondern wir auch mit unseren neuen Ideen auf dem richtigen Weg sind.“, freut sich Britta Niehaus, die ergänzend zur regulären Zirkusarbeit am Standort Treptow mit ihrem Team in Treptow eine Zirkustherapie für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche entwickelt.

Mehr Informationen zum Standort Treptow und zur Zirkustherapie findet ihr hier.


Zurück zur Übersicht

CABUWAZI stellt die neue Geschäftsführung vor

CABUWAZI hat seit diesem Sommer eine neue Geschäftsführung. Nach 26 „ChAotisch BUnten“ Jahren, in denen Mitgründer Karl Köckenberger eine Einradgruppe im Hinterhof eines Kreuzberger Hausprojekts beim Wachsen zu einem immer größer werdenden zirkuspädagogischen Angebot mit heute sechs Standorten begleitet hat,  übergibt er die Leitung des Kinder- und Jugendzirkus an Anne Kirschneck – die wir euch hier vorstellen möchten.

Anne Kirschneck ist ausgebildete Physiotherapeutin und Diplom-Sozialarbeiterin. Sie hat am Aufbau und der Weiterentwicklung der Frauenprojekte BORA e.V. (Frauenhaus, Beratungsstelle, Therapeutische Wohngemeinschaft für Frauen und ihre Kinder, Ambulante Hilfen) mitgewirkt. Dabei war sie lange als Sozialarbeiterin im Frauenhaus, in der Frauenberatung und im Krisennotdienst tätig und wurde schließlich zur Geschäftsführerin des Vereins.
Nach insgesamt 18 Jahren bei BORA e.V. wechselte Anne Kirschneck zur NWIK gGmbH, wo sie die Bereichsleitung Jugendberufshilfe und Jugendfreizeiteinrichtung übernahm. In den vergangenen 11 Jahren hat sie sich dem Aufbau einer Fachschule für Sozialpädagogik, Fortbildungsinstitut und Sprachpool bei PädaLogik gGmbH gewidmet. Anne Kirschneck hat Zusatzausbildungen in den Bereichen Systemische Organisationsberatung, Sozialmanagement und Körperpsychotherapie und engagiert sich ehrenamtlich bei #unteilbar.

Seit dem 1. Juli dieses Jahres ist Anne Kischneck in der Geschäftsführung von CABUWAZI tätig. In den kommenden Monaten teilen sie und Karl Köckenberger sich die Geschäftsführung, um eine gut strukturierte, inhaltlich intensive Übergabe zu ermöglichen.

Wir freuen uns, Anne Kirschneck mit ihren vielseitigen Erfahrungen und ihrem Engagement im Team von CABUWAZI begrüßen zu dürfen und schauen vorfreudig auf die Zusammenarbeit.


Zurück zur Übersicht

Kinderrechte in der Manege

Im Jahr 2019 hat CABUWAZI auf allen Plätzen mit vielen Einzelmaßnahmen und Schulungen ein neues Kinderschutzkonzept geplant und implementiert.

Der Auftakt war ein Treffen der Standortleitungen im Sommer, bei dem das bisherige Konzept vorgestellt und angepasst wurde. Unter der Leitung unserer Kinderschutzbeauftragten Britta Niehaus wurden die neu formulierten Regeln nicht nur in das Leitbild von CABUWAZI integriert, sondern auch in eine Version übersetzt, die für die Kinder selbst verständlich ist.

Daraus entstanden ist u. a. ein Konzept für eine Willkommensmappe für alle CABUWAZI Trainingskinder und ihre Familien, die Texte und Illustrationen vereint, die beide Zielgruppen – Eltern und Kinder – gleichermaßen ansprechen. Ein weiteres Ergebnis des Implementierungsprozesses ist die sogenannte „Ampel“, die anhand des Farbspektrums einer Verkehrsampel erläutert, welches Verhalten bedenklich oder meldenswert ist. Die Kinder sollen verstehen, wie sie sich untereinander respektvoll verhalten und welches Verhalten von Trainer*innen angemessen ist oder welches eine Grenze überschreitet. Die Ampel listet auch die jeweiligen Ansprechpartner*innen der einzelnen Plätze auf, an die die Kinder- und Jugendlichen sich wenden können, wenn sie ein „rotes“ oder „gelbes“ Verhalten beobachten oder selbst erlebt haben. Ein wichtiges Detail ist dabei, dass die Vertrauensperson eines Standorts jeweils auch für Kinder und Jugendliche von konkret einem anderen Standort zuständig ist. So besteht die Möglichkeit, sich anonym zu melden.

Parallel dazu wurden auf den fünf Plätzen Teamschulungen für alle Mitarbeiter*innen von Trainer*innen über Handwerker*innen bis hin zu Ehrenamtler*innen abgehalten. Für die Trainingskinder der Plätze fanden Plena statt, in denen die Kinderschutzmaßnahmen und die Beschwerdemöglichkeiten erklärt und diskutiert wurden.

Mit diesen Strategien wollen wir ein transparentes, standardisiertes Beschwerdeverfahren etablieren, dass die Kinder und Jugendlichen ermutigen soll, Ungerechtigkeiten zu erkennen und selbst zu benennen.

 

Für die Unterstützung dieses Prozesses danken wir der Werner-Coenen-Stiftung, die sich für die Qualifizierung und Weiterentwicklung von Angeboten der Jugendhilfe in Berlin einsetzt.

www.werner-coenen-stiftung.de