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Newcomer Artist:innenfestival Berlin | Gästevoting

Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 30. Jubiläum des Standortes Marzahn fand am 30. April das erste Newcomer Artist:innenfestival Berlin statt!

Angehende Profiartist:innen der staatlichen Artistenschule Berlin, der ETAGE – Schule der darstellenden und bildenden Künste sowie Jugendliche des CABUWAZI Standort Marzahns haben in einer spektakulären Show im ausverkauftem Zelt ihr Können unter Beweis gestellt.
Mit einer Vielzahl von Darbietungen vom Schleuderbrett über Partnerakrobatik bis zu Strapaten oder Hula Hoop, um nur einige Disziplinen zu nennen, wurde das Publikum zum Staunen gebracht.

Welche Nummern den Zuschauer:innen am besten gefallen hatten, konnte auf Voting-Karten festgehalten werden! Jede Nummer konnte mit bis zu fünf Sternen bewertet werden, wobei auch unsere Jugendlichen des Standortes Marzahn super abgeschnitten haben.

 

Ergebnis Gäste-Voting

 

Vorstellung 1

1. Platz: Schleuderbrett – Vincent, Ole und Lukas (Staatliche Artistenschule Berlin) – 795 Punkte
2. Platz: Duo Trapez – Paula und Sebastian (Staatliche Artistenschule Berlin) – 760 Punkte
3. Platz: Hanging Pole- Charlotte (Staatliche Artistenschule Berlin) – 716 Punkte

Vorstellung 2

1. Platz: Handstand – Joana (Staatliche Artistenschule Berlin) – 653 Punkte
2. Platz: Partnerakrobatik – Quentin und Anna-Rosa (ETAGE) – 638 Punkte
3. Platz: Aerialring – Jana (Staatliche Artistenschule Berlin) 619 Punkte & Strapaten – Jan (ETAGE) 619 Punkte

Wir freuen uns außerdem sehr, über die tolle artistische Arbeit der Trainingsjugendlichen von CABUWAZI Marzahn, die in der Vorstellung um 15 Uhr mit Rope-Skipping Platz 6 belegt haben und in der Vorstellung um 18:30 mit Vertikaltuch und Einrad die Plätze 4 und 5 für sich einnehmen konnten.

 

Vielen Dank an die ETAGE – Schule der darstellenden und bildenden Künste, die Staatliche Artistenschule Berlin, alle Teilnehmenden und unsere Besucher:innen!


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Eventreihe im Frühsommer: Tag der offenen Zelte

CABUWAZI bietet im Mai und Juni Einblicke in die bunte Zirkuswelt an den Standorten Tempelhof (15. Mai), Treptow (11. Juni) Altglienicke (17. Juni) und Kreuzberg (18. Juni)!

Die Sommer-Eventreihe ist ein Angebot für alle, die schon immer mal Zirkusluft schnuppern und sich beim Mitmachzirkus ausprobieren wollten. Die vielfältigen Zirkus-Disziplinen wie Einrad, Trapez oder Trampolin werden von den ausgebildeten CABUWAZI Zirkuspädagog:innen spielerisch angeleitet und so lassen sich schon nach kurzer Zeit erste Erfolgserlebnisse feiern.

Neben Mitmachzirkus wird es für die kleinen und großen Besucher:innen Zirkusshows der CABUWAZI Artist:innen geben, die das Publikum verzaubern werden!

Außerdem können sich alle aus der Nachbarschaft bei entspannter Atmosphäre, Essen und Trinken austauschen und sich besser kennenlernen.

Orte und Termine

CABUWAZI Tempelhof | 15. Mai von 14 bis 18 Uhr
Columbiadamm 84
10965 Berlin

CABUWAZI Treptow | 11. Juni von 14 bis 18 Uhr
Bouchéstr. 74
12435 Berlin

CABUWAZI Altglienicke | 18. Juni von 13.30 bis 19 Uhr
Venusstraße 90
12524 Berlin

CABUWAZI Kreuzberg | 18. Juni von 14 bis 18 Uhr
Wiener Straße 59H
10999 Berlin

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Weitere Infos findest du auf unserer Programmübersicht.


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Showprogramm zum 30. Jubiläum des CABUWAZI-Standortes Marzahn

Zirkus ist für Kinder und Erwachsene seitjeher eine Phantasiewelt, die begeistert – eine Welt, die überrascht und  in der man Träume ausleben kann. Bei CABUWAZI Marzahn leben wir diese Welt seit nunmehr 30 Jahren. Mit unseren Zirkusaktivitäten bieten wir Kindern und Jugendlichen ein attraktives Freizeitangebot, das durch seine Vielfalt individuell fördert und gleichzeitig ein Gemeinschaftserlebnis bietet. Denn Zirkusmachen heisst auch für das Leben lernen.

Anlässlich seines 30. Jubiläums präsentiert CABUWAZI Marzahn dieses Jahr ein besonderes Showprogramm, zu dem wir dich und alle Zirkusinteressierten herzlich einladen!

Den Auftakt bot Anfang April die Varieté-Show der Marzahner Jugendgruppe DaCapo. Die sieben Jugendlichen der Gruppe sind seit mehr als 10 Jahren mit dem Zirkus verbunden und trainieren selbstorganisiert, um mit spektakulärer Artistik zu faszinieren. Mit dem Newcomer Artist:innenfestival Berlin präsentiert CABUWAZI Marzahn Ende April 2022 ein komplett neues Format. Das Festival findet erstmalig statt und zeigt ein Kondensat der angehenden Profikünster:innenszene Berlins. Mit dabei sind angehende Profiartist:innen der staatlichen Artistenschule Berlin, der ETAGE – Schule der darstellenden und bildenden Künste sowie Jugendliche des CABUWAZI Standorts Marzahn. Im Mai geht es weiter mit der traditionellen CABUWINZIG-Frühjahresshow. Unter dem Titel „Die Müllis vom Müllberg“ setzen unsere jüngsten Manegenstars in ein kindgerechtes Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft und zeigen dabei ihr artistisches Können. Die große Jubiläumsshow der Trainingskinder und –jugendlichen feiert im Juni – dem Gründungsmonat von CABUWAZI Marzahn – Premiere und ist den ganzen Juni und Oktober zu erleben. Den Abschluss des Showprogramms des Marzahner Jubiläumsjahres bildet der Manegenzauber im Dezember.

Sei dabei, wenn sich der Vorhang bei CABUWAZI Marzahn im Jubiläumsjahr lüftet!
Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen und die Ticketbuchung findest du hier.

 

30 Jahre CABUWAZI Marzahn

30 Jahre ist es her, dass der CABUWAZI-Standort Marzahn – damals noch unter dem Namen Zirkus Springling – im Auftrag des Marzahner Bezirksamtes als kleines Freizeitprojekt für Kinder, die Lust hatten Artistik als Hobby auszuprobieren, eröffnet wurde. Die Botschaft, dass es nun einen Kinderzirkus in Marzahn gibt, bei dem alle Kinder eingeladen sind, mitzumachen, wurde damals über eine Zeitungsannonce verbreitet. Im Juni 1992 wurde der Zirkus dann offiziell gegründet und mit dem ersten Trainingstag eröffnet. Von anfangs ca. 15 Kindern sind es nun – 30 Jahre später ­– über 300 Kinder und Jugendliche, die wöchentlich bei CABUWAZI Marzahn in Nachmittagskursen, offenen Angeboten und Schulprojektwochen trainieren.

„Als die Zeitungsannonce erschienen war, kam als erster ein 10jähriger Junge, der erklärte, er wolle Clown werden. Nun stand Clownerie damals noch nicht auf dem Trainingsplan, aber ein Moderator wurde schon benötigt. Fabian war für alles schnell zu begeistern und sollte tatsächlich schon mit durch das Programm führen. Zur Premiere allerdings haute ihn das Lampenfieber buchstäblich um. Doch das sollte in den 20 Jahren das einzige Mal bleiben, dass er eine Vorstellung „schmiss“. Heute hat er ein Studium an der Theaterhochschule absolviert, leitet seit 2008 den Zirkus Springling [heute CABUWAZI Marzahn] und führt dort – wie auch andernorts – oft Regie.“
– Harald Lindner, Gründer und ehemaliger Leiter, in „20 Jahre Springling – Ein CABUWAZI-Zirkus in Marzahn“, Publikation anlässlich des 20jährigen Bestehens von CABUWAZI Marzahn.

1997 schloss sich der Zirkus Springling dem zwei Jahre jüngeren Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI an und war damit damals dessen jüngstes und ältestes Mitglied zugleich. Heute ist CABUWAZI Marzahn, unter der Leitung von Fabian Gröger und Ralf Lindner, einer von sechs CABUWAZI-Standorten in Berlin. Mit 19 Disziplinen bietet der Standort Marzahn zirkusinteressierten Kindern und Jugendlichen ein außergewöhnlich breites artistisches Trainingsangebot an. Hier kann jedes Kind etwas finden, dass ihm oder ihr Spaß macht. Den Höhepunkt der Trainings bildet natürlich das Rampenlicht. CABUWAZI Marzahn ist bekannt für sein buntes Show-Programm, in dem die Trainingskinder und -jugendlichen regelmäßig ihr Können zeigen und das Publikum mit artistischen Highlights faszinieren.


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Elisabeth Schelhas im Interview

„Ich wünsche mir, dass wir mit unserem Theaterstück einen Beitrag zum Thema Inklusion leisten können.“

Elli ist Projektkoordinatorin bei CABUWAZI Kreuzberg und betreut den Nachmittagsbereich, den jährlichen Manegenzauber und den Jugendaustausch mit Molcad. Sie ist aber auch Teil der SchelhasCoOperation – eine inklusive Theatergruppe, die sie mit ihren Schwestern Theresa und Christina gegründet hat. Das neue Stück der Gruppe „Der Mythos beginnt! Ein Schwesternprojekt“ wird am 11. Und 12. September zum ersten Mal in Berlin bei CABUWAZI Tempelhof aufgeführt. Im Interview erzählt uns die Kulturwissenschaftlerin wie es ist, mit seiner Familie zu arbeiten, warum das neue Theaterstück ein Herzensprojekt ist und warum wir mehr Superheldinnen brauchen!

 

Liebe Elli, erzähl doch mal, wie es zur Gründung der SchelhasCoOperation kam?

Die SchelhasCoOperation besteht aus uns drei Schelhas-Schwestern: Christina, Theresa und mir. Wir haben schon ein Theaterstück vor zehn Jahren umgesetzt: „There is no Orchestra. Ein Schwesternprojekt“. Das entstand innerhalb des Regiestudiums von Christina. Sie sollte damals ein biografisches Projekt entwickeln und hat gedacht, dass sie Theresa und mich gerne dabei hätte. Unsere jüngste Schwester Theresa hat das Down-Syndrom, deshalb sind wir sozusagen eine inklusive Theatergruppe. Das erste Stück war eine spannende Auseinandersetzung mit unserer Schwesternbeziehung und hat ziemlich viel Spaß gemacht. Und nach zehn Jahren hatten wir jetzt noch mal Lust, ein neues Theaterstück zu entwickeln.

Worum geht es im aktuellen Stück?

Wir finden, dass die Welt gerade den Bach runtergeht! Deswegen schreiben wir einen neuen feministischen Mythos, an dem sich die Menschen orientieren können. Den Mythos erfinden wir live auf der Bühne und schlüpfen dabei in die Rolle von Heldinnen, die sich dort verschiedenen Monstern stellen müssen. Die Monster – das sind dann auch Themen, die uns beschäftigen. Die sind auch sehr unterschiedlich, weil wir drei unterschiedlich sind. Das Down-Syndrom ist ein Thema, dass Theresa begegnet und mit dem sie konfrontiert wird – deshalb thematisieren wir es im Stück, obwohl es zwischen uns eigentlich kein Thema ist. Aber: Leider ist es immer noch so, dass auch Schauspielerinnen auf Theaterbühnen mit Down-Syndrom nicht so selbstverständlich sind. Deshalb sind wir glaube ich noch nicht so weit, es gar nicht mehr thematisieren zu müssen.

Wieso ist inklusives Theater wichtig?

Es macht die Diversität sichtbar, die sowieso in unsere Gesellschaft existiert. Wir als Schwestern stehen für gelebte Inklusion, weil es für uns selbstverständlich und gar kein Problem ist – das kommt Theaterstück glaube auch ganz gut rüber.

Es gibt immer mehr inklusive Ensembles an den Theaterhäusern. Es sind aber wenige und die Mitarbeit scheint schwierig, da die Häuser so viele Produktionen und harte Arbeitszeiten haben. Die Theater müssen sich darauf einstellen. Toll sind auch Kooperationen der freien Theaterszene mit dem Theater Thikwa oder dem Theater RambaZamba. Das sind Theater, in denen Künster*innen mit und ohne Behinderung gemeinsam Theater spielen. Wir kooperieren in unserem Stück zum Beispiel auch mit „Meine Damen und Herren“. Das ist ein professionelles Theaterensemble aus Hamburg. Drei Schauspielerinnen (Josefine Großkinsky, Friederike Jaglitz, Paula Karolina Stolze) aus dem Ensemble – Frauen mit Behinderung –  sind unsere Göttinnen. Denn natürlich brauchen Heldinnen auch Input und Unterstützung. Und dann gibt es noch Cindy Klink – eine ziemlich coole Influencerin, und Aktion Mensch Botschafterin, die gehörlos ist – sie ist unser Feenwesen, eine mystische Vermittlerin zwischen den Welten. Sie übersetzt auch immer wieder in Gebärdensprache. Es wäre also supertoll, wenn sich Gehörlose auch unser Stück angucken wollen.

Wie ist es für euch, als Schwestern zusammenzuarbeiten?

Zum einen funktionieren wir sehr gut, Christina und ich haben auch eine ähnlich ästhetische Vorstellung und über viele Dinge müssen wir uns gar nicht mehr auseinandersetzten. Gleichzeitig sind wir aber so eng, dass es ziemlich viele Reibungspunkte gibt. Das findet sich auch zum Teil im Theaterstück wieder: Es gibt zum Beispiel eine Streitszene! Theresa ist sehr harmoniebedürftig und es geht ihr auf die Nerven, wenn Christina und ich uns streiten. Obwohl Theresa auch sehr stur sein kann, wenn sie etwas nicht machen möchte – dann geht gar nichts mehr.

Habt ihr die Produktion zu dritt auf die Beine gestellt?

Wir haben großartiger Weise eine tolle Förderung von Aktion Mensch und vom Fonds Soziokultur im Rahmen von Neustadt Kultur erhalten und deswegen so ein gutes Budget, dass wir andere, tolle Künstler*innen engagieren konnten. Wir haben eine dramaturgische Beratung gehabt von Doris Anselm, eine tolle Autorin! Larissa Jenne hat unser Bühnenbild und die Kostüme gemacht, Normen Grotegut hat die Videos gemacht. Für das Licht sorgen Florian Hoffmann und Esteban Núñez, beim Sound unterstützt Tobias Gubesch. Christian Röse hat den Heldinnen-Titelsong gemacht. Und Katharina Landsberg hat uns als Projektmitarbeiterin im Projekt unterstützt. Also: Wir haben ganz viele Menschen, die an der Produktion beteiligt sind.

Was wünscht du dir für die Zukunft?

Ich wünsche mir, dass Inklusion selbstverständlich in unserer Gesellschaft gelebt und erlebt wird! Außerdem: dass wir uns loslösen von gesellschaftlichen Normvorstellungen, die uns alle doch bloß einengen. Für die SchelhasCoOperation wünsche ich mir, dass wir unser Stück im nächsten Jahr vor viel Publikum spielen können und dadurch einen Beitrag leisten können zum Thema Inklusion.

 

+++
CABUWAZI Tempelhof
Columbiadamm 84
10965 Berlin
11. und 12. September | 19 Uhr bis 20 Uhr
Tickets gibt es hier

Geeignet ab 14 Jahre


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Erste Show der Treptower Jugendgruppe

„Wow, so politisch, modern, mutig, poetisch und beeindruckend artistisch“

„Zeigt das Stück an Schulen! Zur politischen Bildung und Auseinandersetzung.“

„I loved the show from the heart“

„Tolle Effekte, Videos, Musiken und starke Bilder. Jede*r der Artist*innen ist so individuell und stark gewesen.“

Am 16. Juni fand die erste Präsentation des Jahresstücks der Treptower Jugendgruppe „The Moving Artists“ statt.

Unter dem Titel „Im Hexenkessel“ setzen sich „The Moving Artists“ dieses Jahr mit dem Thema Hatespeech im Netz auseinander und kreieren eine Geschichte, in der es um Selbstoptimierung, den Wunsch nach Massenangleichung und den Prozess der Befreiung durch das Erkennen eigener Stärken und Fähigkeiten geht.

Die Show war die erste von mehreren Präsentationen in verschiedenen Entwicklungsstadien des Stücks und die erste Show vor Zuschauer*innen im CABUWAZI Treptow seit rund 8 Monaten überhaupt. Infektionsschutzbedingt fand die Präsentation vor kleinem Publikum statt. Im Anschluss haben wir die Zuschauer*innen gebeten, Feedbackfragebögen auszufüllen, die neben sehr viel positiven Feedback für das Engagement der Jugendlichen auch tolle Anregungen zum Weiterarbeiten enthielten.

Wir freuen uns riesig, dass der Abend in dieser Form stattfinden konnte und danken allen Anwesenden für die schöne und konstruktive Atmosphäre.

 

Die Jugendgruppe im CABUWAZI Treptow wird gefördert durch:


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Buchpräsentation zur CABUWAZI-Zirkustherapie

Was für ein inspirierender und in vielerlei Hinsicht bewegender Abend!
Am 30. September stellte Britta Niehaus, langjährige Standortleiterin von CABUWAZI Treptow und angehende Kinder- und Jugendtherapeutin, den Sammelband “Zirkustherapie – Ein kreativer Ansatz für die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen” vor. Im Eigenverlag herausgegeben und durch Crowdfunding finanziert, versammelt dieses Buch ein breites Spektrum an Perspektiven, Auseinandersetzungen, Erfahrungsberichten und Handlungsbeschreibungen von Zirkustherapie im Einsatz mit psychisch erkrankten Kindern und Jugendlichen. Auch der von Britta Niehaus selbst in Zusammenarbeit mit der Kinder- und Jugendpsychiatrie, -psychotherapie und -psychosomatik im Vivantes Klinikum Berlin entwickelte Zirkustherapieansatz „Gestaltenwandel“ wird darin vorgestellt. Mit diesem will sie künftig gemeinsam mit einem Team aus Kinder- und Jugendtherapeut*innen und Zirkuspädagog*innen psychisch erkrankte Kinder und Jugendlichen dazu anregen, eigene Ressourcen zu erforschen, Helfergestalten zu entwickeln und auf dieser Basis ein positiveres Selbstbild zu erlangen – kurz: unter therapeutischer Anleitung wieder zurück in ein etwas leichteres Leben zu finden.
Ein Angebot, das dringend benötigt wird: Aktuell gibt es trotz einer stetig steigenden Zahl an psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen nur wenige außerklinische Behandlungsmöglichkeiten – so dass die Betroffenen oft mit ihren Problemen alleine gelassen werden.

Musikalisch begleitet von Henno Händehoch und mit artistischen Einlagen des Zirkus Sonnenstich pärsentierten im Laufe des Abends vier der insgesamt zwölf Autor*innen des Sammelbandes ihre individuellen Ansätze und Erfahrungen mit zirkustherapeutischer Arbeit und beantworteten viele Publikumsfragen rund um die fruchtbare Verbindung von Zirkuspädagogik und psychotherapeutischen Handlungsweisen und Techniken. Ein Abend, der mit seinen vielfältigen Impulsen und Interaktionen sicher viele der Anwesenden zum Weiterdenken anregt.
Einen herzlichen Dank an alle Besucher*innen fürs Dabeisein, an die Artist*innen des Zirkus Sonnenstich und die Musik, das CABUWAZI-Team vor Ort in Treptow, alle Spender*innen des Crowdfundings, die diese Publikation ermöglicht haben, die Illustratorin Breeda CC und natürlich an die beitragenden Autorinnen und Autoren:

· Britta Niehaus – Leiterin CABUWAZI Treptow, Dipl. Soz.Päd., insoweit erfahrene Fachkraft im Bereich Kinderschutz, Kinder und Jugendpsychotherapeutin (i.A.)

· Hannah Rumpf – Psychologin, Kinder und Jugendpsychotherapeutin VT (i.A.)

· Marie Le-Boulanger – Psychologin, Kinder und Jugendpsychotherapeutin VT

· Dr. med. Moritz Kuscha – Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Chefarzt am AMEOS Klinikum Inntal in Simbach am Inn in der Klinik für Eltern und Kinder

· Dr. med. Yonca Izat – Chefärztin der VIVANTES Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, Zentrum für Abhängigkeitserkrankungen des Kindes- und Jugendalters in Berlin

· Florian Bögner – Zirkuspädagoge und Kognitionswissenschaftler

· Ronja Buschek – Psychologin, systemische Familientherapeutin

· Dr. med. Matthias Marquitz – Facharzt für Kinder- und Jugendmedizin, Clownstrainer und Klinikclown

· Dr. med. Astrid Novosel-Datzer – Leiterin der deutschlandweit ersten Eltern-Kind-Einrichtung, die ein Circus-Projekt in die Kindertherapie eingebunden hat

· Michael Pigel-Andrees – Dipl. Soz.Päd., Gründer des Circus Sonnenstich, Mitbegründer des ZBK e.V., Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande

· Carla Ortmann – Die Sozialarbeiterin, Fachreferentin für Gesundheitswesen der Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und systemische Kinder und Jugendpsychotherapeutin (i.A.)

· Gisela Winkler – Leiterin des größten Zirkusarchivs Deutschlands.

„Es war ein langer und intensiver Weg, den wir bis mit der Entwicklung unseres Zirkustherapie-Ansatzes und bis zur Veröffentlichung dieses Sammelbandes gegangen sind“, so Britta Niehaus. „Ich bin gerührt und begeistert von der vielen positiven Resonanz und dem enormen Zuspruch, die wir nicht nur an diesem Abend erhalten haben und wünsche diesem so wichtigen Buch viele inspirierte Leserinnen und Leser – damit künftig möglichst viele erkrankte Kinder und Jugendliche die Hilfe erhalten, die sie benötigen“.

 


Das Buch Zirkustherapie – Ein kreativer Ansatz für die therapeutische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen (ISBN 978-3-00-066696-4) kann käuflich erworben werden und kostet 24,95 Euro zzgl. Verpackung und Versand.

Bei Interesse am Buch oder auch bei Fragen rund um die Zirkustherapie „Gestaltenwandel“ meldet euch gerne per Mail an [email protected].


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Manegenzauber-Shows für wirklich alle bei CABUWAZI Tempelhof

Wir hatten großartige Manegenzauber-Shows! Damit alle Menschen Freude an unseren Veranstaltungen haben können, wurde bei CABUWAZI Tempelhof in diesem Jahr auch ganz bewusst auf barrierefreie Gestaltung geachtet. Denn jede*r hat das Recht auf Teilhabe!

Was das heißt? Die Zirkusnummern, Schauspielerei und Dialoge der Kindern und Jugendlichen wurden auch in Bildern dargestellt. Die großartigen Bilder und das Konzept des „Visual Thinking“, also Komplexes in einfache und emotionale Bilder zu übersetzen, stammt von der IMAGE FACTORY Berlin – ein female Graphic Recording Network aus Berlin.

Die Visualisierung ist eine tolle Möglichkeit für unsere taube Communty, teilzuhaben. Aber nicht nur für taube Menschen ist die Darstellung in Bildern wichtig: Auch Menschen, die wenig oder keine Deutschkenntnisse haben, können der Show so folgen.

Seit einiger Zeit arbeitet Janis Geiger als Trainer für Bewegungskünste bei uns. Er ist selbst taub und bemüht sich, im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass es möglich ist, in Wechselwirkung stattfindende Barrieren unter den Menschen durch Aufklärung abzubauen und sich gegenseitig aneinander anzupassen.

Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit Janis und der IMAGE FACTORY Berlin. Vielen Dank für die tolle Arbeit! Guckt doch mal auf der Webseite vorbei, sie machen tolle Sachen, die wir nur zu gerne unterstützen möchten!

Foto: Stefanie Loos
Illustrationen für das Bühnenbild: Friederike Mühlbach


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So war der Griechenlandaustausch

In den Berliner Herbstferien fand mittlerweile zum fünften Mal der Jugendbegegnungsaustausch zwischen CABUWAZI Treptow und dem griechischen Dörfchen Mirtos auf Kreta statt. Je fünfzehn Jugendliche aus beiden Ländern entwickelten innerhalb von zwei Wochen eine Zirkusshow – dieses Mal in Griechenland.
In Vorbereitung hat das Team aus Treptow überlegt, unter welches Motto dieses Jahr die Begegnung gestellt werden könnte. In den vergangenen Jahren gab es immer politische aktuelle Themen wie zum Beispiel „lern to upcycle“ oder „shapshifters“. In diesem Jahr hat Britta Niehaus, Standortleiterin bei CABUWAZI Treptow und Initiatorin des Projekts, die zündende Idee entwickelt, ein griechisches Epos als motivische Basis zu nutzen. Der aus der Renaissancezeit stammende Verstext „Erotokritos“ ist ursprünglich im kretanischen Dialekt verfasst und gehört darum fest zur kulturellen Identität der Insel. Verbunden werden sollte diese Geschichte mit einer Auseinandersetzung mit den neuen Medien unserer Zeit und so wurde „Whats app Erotokritos“ geboren.

Ein griechischer Epos modern gewendet

Besonders die älteren Einwohner*innen von Mirtos kennen die ursprüngliche Geschichte, können die Verse auswendig und junge Griech*innen kennen mindestens moderne Popsong-Adaptionen. Die Herausforderung für die Zirkusshow war es darum, dieses Stück griechische Kulturgeschichte noch einmal neu zu erzählen. Hierzu hat die Gruppe die Handlung des Epos in die heutige Zeit übertragen, die Liebesgeschichte in eine Welt mit Smartphones versetzt und dadurch für die Jugendlichen nochmal einen anderen Zugang geschaffen. Verzehrt sich der unstandesgemäße Verehrer der Königstochter im Original noch heimlich singend unter ihrem Balkon, wird seine Liebe in der CABUWAZI Adaption gleich durch die Audioaufnahme eines Influencers öffentlich gemacht. Statt Verbannung bekommt die Königstochter Internetverbot. Am Ende münden beide Versionen in einem Happy End, das ein Zeichen setzt für Liebe, die alle Hindernisse überwindet – sei es in Zeiten der Vernunftehen oder im schnelllebigen digitalen Raum.
Einstudiert wurde die Geschichte in einem ausgewogenen Zirkustraining, in dem neben den Disziplinen wie  Akrobatik, Trampolin, Stockkampf oder Feuerakrobatik auch pädagogische und erzählerische Übungen sowie Videodreh und Bildermapping im Zentrum standen. Die Jugendlichen konnten selbst erdachte Youtube Videos drehen und in die Rolle einer berühmten Influencerin schlüpfen.
Neben dem Trainingsprogramm war wie immer auch der Austausch wichtig: Die Jugendlichen frischten alte Bekanntschaften auf und fanden neue Freund*innen. Das Dorf zeigte sich von seiner gastfreundlichsten Seite. Fischer organisierten einen Abend im Garten, brieten Fische und Zucchinichips und gemeinsam wurde die ganze Nacht gefeiert.

Kleine Hindernisse – kein Problem!

Aber wie das auf solchen Fahrten oft ist, kam auch die CABUWAZI Reise nicht ganz ohne Pannen aus. Der Transporter kam einige Tage später als erwartet, da die Fährleute streikten. So mussten vor Ort improvisiert und erst einmal ohne die Zirkusrequisiten gearbeitet werden.  Für eine Konzeptshow mit hohem Anspruch waren 14 Tage Vorbereitung ohnehin schon knapp bemessen, aber die Jugendlichen reagierten kreativ, improvisierten und erarbeiten sich ihre Rollen. Gerade in diesem Prozess war  Michalis von der Partnerorganisation „I Participate“ eine große Hilfe – generell wäre ohne ihn dieses Projekt niemals so reibungslos verlaufen. Er konnte fließend Englisch sprechen, den Jugendlichen zwischen den zwei Sprachen helfen und vor allem der Mittler sein zwischen der alten Geschichte und unserer Bearbeitung.
Als der Transporter endlich ankam – mit Matten, Trampolin, Standapparat für Luftakrobatik und Kleinrequisiten – konnten die Proben wie geplant fortgesetzt werden und es entstand sogar noch ein Film dieses Prozesses, den Drohnenfilmer Mike vor Ort aufgenommen hat.

Gelungene Show und tränenreicher Abschied

Am Ende kam unter der Regie von Dajana Elsté alles zusammen: die eingeübten modernen Zirkusnummern, Videoprojektionen, Live-Musik mit Schlagzeug und Bass, zwei Poeten, die die griechischen Verse und damit die klassische Geschichte präsentierten – teilweise gesungen und mit Gitarrenbegleitung.
Für das Publikum vor Ort war dieses Abend sehr besonders: Die Protagonist*innen waren keine fremden Schauspieler*innen, sondern die Jugendlichen des eigenen Dorfes. Mit den Gästen aus Deutschland, den Sängern, die in der ganzen Gegend bekannt sind und der Kreativität und Energie jedes Einzelnen hatten sie einen einzigartigen Moment geschaffen, der auch den Bürgermeister rührte.
Als dann am letzten Tag der Abschied kam, flossen darum auch unweigerlich die Tränen. Diese intensive Zeit voller Selbstüberwindung, tiefgehendem Austausch und überstandenen Frustrationen, hatte zusammengeschweißt. Bereits vorfreudig auf das nächste Jahr, verließ das CABUWAZI Team die Jugendlichen auf der Insel, die bald im Rahmen des Austauschs zum ersten Mal die Großstadt Berlin kennenlernen werden.

Vielen Dank an alle Förderer, große Unterstützer*innen und kleinen Helfer*innen dieses besonderen Projektes.

Vielen Dank an:


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Neues Angebot bei CABUWAZI Kreuzberg: Offenes Training für Kinder ab 8 Jahren

Seit einiger Zeit hat CABUWAZI Kreuzberg endlich ein kostenloses Nachmittagsangebot. Bei dem offenen Training im Rahmen des Projekts „Im Kiez zu Hause“ haben Kinder und Jugendliche ab 8 Jahren die Möglichkeit, unterschiedliche Zirkusdisziplinen auszuprobieren und  Zirkusluft zu schnuppern. An 4 Tagen die Woche werden u.a. Jonglage, Seiltanz, Diabolo, Akrobatik oder Kugellaufen angeboten. Die Eltern sind während des Trainings eingeladen, es sich in unserem Café gemütlich zu machen.

Das Training ist kostenlos und es ist keine Anmeldung erforderlich. Während der Schulferien findet kein Training statt.

Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Zukunftsinitiative Stadtteil der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen im Programm Bildung im Quartier gefördert.

Termine:
Montag: 16.00 bis 17.00 Uhr
Dienstag: 16.00 bis 18.00 Uhr
Donnerstag: 16.00 bis 17.00 Uhr
Freitag: 17.15 bis 18.45 Uhr

Foto: Thomas Kierok


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Neuer „Zirkuskurs Benibrik“ bei CABUWAZI Altglienicke

Seit dem 6. Oktober 2019 haben wir ein neues kostenloses Angebot in unserem CABUWAZI Standort Altglienicke. Bis Dezember begrüßen wir euch jeden Sonntag von 14:00 bis 18:00 Uhr  zum „Zirkuskurs Benibrik“. Thema des Kurses ist der Zirkuskünstler Houssein ben Ibrik und seine Frau Gertrude Appelt, die im zweiten Weltkrieg voneinander getrennt wurden.

„In einer Zeit, in der Menschen nach ihrer Herkunft kategorisiert werden, finden Getrude Appelt und Houssein ben Ibrik im Zirkus zueinander und trotzen dem mit ihrer Liebe …
Im neuen Zirkuskurs „Benibrik“ wollen wir ihrer Geschichte nachgehen und verschiedene Zirkusdisziplinen trainieren.“

Hier könnt ihr mehr über die Geschichte lesen.

Wir danken Paula Lee für die Erlaubnis das Familienfoto zu nutzen und Malte Gasche vom Projekt „Forgotten Cosmopolitans: Diverging Fates of Europe’s Circus People in the Wake of WWII“ für die Unterstützung.