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1. bis 2. Juli: FREEDOM OF MOVEMENT Festival

Durch Zirkus, Bewegung und Kunst Begegnung schaffen und Vielfalt wie Zusammenhalt von Menschen und Communities feiern – dafür steht das FREEDOM OF MOVEMENT Festival 2022!

Der Fokus in diesem Jahr liegt auf der Kraft der eigenen Geschichte und so bewegen die Akteur:innen des Festivals durch ihre Beiträge sowohl die eigene:n sowie die gemeinsame:n Geschichte:n.

Wer sich WIE und WO in unserer Gesellschaft bewegen darf, und wie man sich begegnen kann, wird von einer Politik bestimmt, die die Gesellschaft aufspaltet, einteilt und etablierte Machtverhältnisse fördert. Die politischen Handlungen schreiben problematische Geschichten vor und erzeugen kollektive Erzähl- und Handlungsmuster, die ein Aufbrechen und Umschreiben schwer möglich machen.

Seit 2017 beschäftigt sich CABUWAZI Tempelhof im Rahmen des Festivals mit den Themen Grenzen, Flucht, Ankommen und Rassismus und setzt damit ein Zeichen für selbstbestimmte Bewegungsfreiheit.

Unübersehbar und -hörbar laut sein für Gerechtigkeit und gegen Unterdrückung und Verdrängung, das wollen die Künstler:innen mit dem FREEDOM OF MOVEMENT Festival!

Dafür werden beim Festival nicht nur Geschichten auf der Bühne gezeigt, sondern es können alle in unterschiedlichen Workshops und durch Begegnungen die eigene Geschichte bewegen.

Der Zirkusplatz wird zum Raum, in dem jede:r sich selbst als Geschichtenerzäler:in verstehen kann. Was entsteht, ist eine Vielfalt an Ausdrucksformen und persönlichen Erzählweisen von Geschichte.

Mit dem Festival-Programm laden wir dazu ein, sich selbst zu ermächtigen und GESCHICHTE mitzugestalten!

Der Eintritt ist frei, über Spenden freuen wir uns sehr! Eine Anmeldung ist nötig. An beiden Tagen könnt ihr euch auf unserem Platz Begegnen, Austauschen und tolles Essen genießen, kommt dafür einfach vorbei. Für die Shows könnt ihr euch eine Stunde vor Beginn am Einlass anmelden, für die Workshops 30 Minuten vor Beginn.

Programmübersicht: 

Das abwechslungsreiche Programm bietet Zirkusartistik und Kunst zum Anschauen und Mitmachen für jedes Alter – Tanzperformances, zahlreiche Workshops und eine Fotoausstellung zeichnen unter anderem das Festival aus.

Ein besonderes Highlight sind die Zirkus-Shows am Freitag und Samstag:
In der Zirkusvarietéshow „Joy and Resitance“ mit BIPoC-Künstler:innen und Artist:innen sowie Spoken Word wird gezeigt, dass Diversität im Kontext darstellender Kunst möglich ist!
Die jungen Artist:innen der Jugendgruppe CABUWAZI Tempelhof bringen in ihrer Zirkusshow ganz eigenen Themen auf die Bühne.

Zum Abschluss tanzen alle gemeinsam in die Nacht mit Pamela Owusu-Brenyah, die als DJ
Pam Bam die Menschen mit Old School HipHop und afrikanischer Tanzmusik auf die Tanffl äche
bringt.

FREITAG 1. JULI

Eröffnung (17.00 Uhr)
DaHeadz Dance Off (17.15 Uhr)
Mitmachzirkus (17.30)
Zirkusvarietéshow | „Joy and Resistance“ mit Spoken Word von Lahya Aukongo (20.00 Uhr)

SAMSTAG 2. JULI

ZIRKUS-SHOW
Eigenproduktion der Jugendgruppe | „Fly“ (20.00 Uhr)

WORKSHOPS
Mitmachzirkus und Spiele (13.00 bis 17.00 Uhr)
Tuch (13.00 Uhr, ab 14 Jahre)
Body Percussion (13.30 Uhr, 8 bis 12 Jahre und 15.00 Uhr, ab 12 Jahre)
Hip Hop (15.00 Uhr, 12 bis 20 Jahre)
Diabolo (15.30 Uhr, ab 9 Jahre)
Graffiti-Workshop für Kinder (13.00 bis 17.00 Uhr, offen für alle)
Afro Fusion (17.00 Uhr, ab 16 Jahre)

Info-Point: Women in Exil | Buchvorstellung (13.00 Uhr bis 17.00 Uhr)

AUSSTELUNG
Foto-Ausstellung von Muhammed Lamin (13.00 Uhr)

MUSIK ab 22 Uhr

 

KONTAKT
CABUWAZI Tempelhof
Columbiadamm 84
10965 Berlin

[email protected]

Weitere Infos findet ihr auch in unserer Veranstaltungsübersicht.

 

 

 

 


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Eventreihe im Frühsommer: Tag der offenen Zelte

CABUWAZI bietet im Mai und Juni Einblicke in die bunte Zirkuswelt an den Standorten Tempelhof (15. Mai), Treptow (11. Juni) Altglienicke (17. Juni) und Kreuzberg (18. Juni)!

Die Sommer-Eventreihe ist ein Angebot für alle, die schon immer mal Zirkusluft schnuppern und sich beim Mitmachzirkus ausprobieren wollten. Die vielfältigen Zirkus-Disziplinen wie Einrad, Trapez oder Trampolin werden von den ausgebildeten CABUWAZI Zirkuspädagog:innen spielerisch angeleitet und so lassen sich schon nach kurzer Zeit erste Erfolgserlebnisse feiern.

Neben Mitmachzirkus wird es für die kleinen und großen Besucher:innen Zirkusshows der CABUWAZI Artist:innen geben, die das Publikum verzaubern werden!

Außerdem können sich alle aus der Nachbarschaft bei entspannter Atmosphäre, Essen und Trinken austauschen und sich besser kennenlernen.

Orte und Termine

CABUWAZI Tempelhof | 15. Mai von 14 bis 18 Uhr
Columbiadamm 84
10965 Berlin

CABUWAZI Treptow | 11. Juni von 14 bis 18 Uhr
Bouchéstr. 74
12435 Berlin

CABUWAZI Altglienicke | 18. Juni von 13.30 bis 19 Uhr
Venusstraße 90
12524 Berlin

CABUWAZI Kreuzberg | 18. Juni von 14 bis 18 Uhr
Wiener Straße 59H
10999 Berlin

Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Weitere Infos findest du auf unserer Programmübersicht.


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Eure Stimme für Café CABU

CABUWAZI Tempelhof braucht eure Unterstützung – bitte stimmt unter aidfive.org für unser Projekt „Café CABU“ ab, damit wir einen Ort der Begegnung außerhalb der Manege aufbauen können!

Hier geht es zur Abstimmung.

Das ist Café CABU

Unser Problem:

Dem Team des Kinder- und Jugendzirkus CABUWAZI Tempelhof ist klar geworden: Bei manchen Themen und Bedürfnissen kann es wichtig sein, das kreativorientierte und zirkuszentrierte Setting zu verlassen, um diese Themen in den Mittelpunkt rücken und reflektiert bearbeiten zu können: Persönliche Lebens- und Zukunftsfragen, Querschnittsthemen wie Diskriminierung & Rassismus, Gender und ökologische Nachhaltigkeit lassen sich zwar mittels zirkuspädagogischer Methoden aufgreifen und kreativ bearbeiten. Manchmal ist es jedoch wichtig, einfach mal darüber zu reden und sich dazu auszutauschen.

Gemeinsam mit euch wollen wir an einer Lösung arbeiten:

Mit Café CABU wollen wir eine Begegnungsstätte für die Kinder und Jugendlichen bei CABUWAZI Tempelhof schaffen. Das Café soll ein Ort werden, an dem sich Kinder und junge Menschen von 9 bis 27 Jahre mit und ohne Migrationshintergrund neben dem gemeinsamen Zirkustraining austauschen, vernetzen und voneinander lernen können. Durch diese Stärkung des Zusammenhalts können multikulturelle Freundschaften entstehen und gefestigt werden.

Hier kommt ihr ins Spiel! Gemeinsam mit aidFIVE wollen wir dieses Projekt umsetzen, dafür müssen genug Menschen für uns abstimmen.

Ihr findet das Projekt gut? Dann stimmt jetzt für uns ab!

Bis zum 28. Februar können alle Mitspieler*innen noch abstimmen. Mit eurer Stimme könnt ihr jetzt dazu beitragen, dass aidFIVE Personalkosten für die Projektleitung und sozialpädagogische Betreuung sowie Sachkosten für 10 Monate übernimmt.

Und extra obendrauf gibt es natürlich unseren unendlichen Dank!


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Neues Projekt zur Klimaanpassung startet

Wie natürlich alle Trainingskinder wissen, finden die meisten Kurse in unseren schönen, rot-gelben Zirkuszelten statt! Was viele vielleicht noch nicht wissen, ist, dass die schönen Zelte anfällig gegenüber klimatischen Veränderungen sind, die unsere Arbeit insbesondere in den Sommermonaten zunehmend beeinträchtigen: Die Standorte sind geprägt von Freiflächen ohne bzw. mit nur vereinzelt gewachsenem Baumbestand und verfügen daher über wenig Schatten. Aufgrund der fehlenden Isolation heizen sich Zelte, Zirkuswagen und Container bei Sonneneinstrahlung schnell auf – Trainings und Verwaltungsarbeiten sind schon jetzt im Zelt teils unmöglich. Bei Starkregen drohen Überschwemmungen in den Zelten, zudem sammeln sich auf unebenen, versiegelten Bodenflächen schnell größere Pfützen, die unsere Wege auf den Plätzen einschränken. Starker Wind bedroht die fliegenden Bauten und erfordert stärkere Befestigung, um die Sicherheit von Kindern und Personal zu gewährleisten.

Das soll sich nun mit dem neuen Projekt der Klimaanpassung bei CABUWAZI ändern. Entstehen wird ein Klimaschutzkonzept, welches konrekte Maßnahmen- und einen Handlungsplan zur Anpassung unserer sechs bestehenden Zirkusplätze an klimatische Veränderungen aufzeigt.

Ein Vorgehen in mehreren Phasen

Damit das gelingt, wird es mehrere Projektphasen geben:

Phase 1: Durch eine partizpativ Umfrage mit allen CABUWAZI-Kindern wird ermittelt, wie unsere Trainingskinder die klimatischen Veränderungen wahrnehmen und einschätzen und wovon sie sich besonders gestört fühlen. An der Umfrage kann noch bis zum 13. Februar teilgenommen werden.

Phase 2: Nun möchten wir die im Konzept identifizierten geeigneten Maßnahmen an allen Standorten teils selbst, teils mit Unterstützung Dritter umsetzen –  einen Teil davon auch partizipativ mit den Trainingskindern und -Jugendlichen, um deren Umwelt- und Verantwortungsbewusstsein von Beginn zu fördern.

Da unser Verwaltungs- und Trainingspersonal zwar eine zirkus- und/oder sozialpädagogische Ausbildung, brauchen wir natürlich Unterstützung durch Expert*innen – sowohl für die Planung und Umsetzung klimaschutzbedingter Maßnahmen auf unseren Plätzen als auch, um die Kinder und Jugendlichen auf unseren Plätzen für das Thema zu sensibilisieren.

Wir freuen uns deshalb sehr, dass das Team von AKUT Partner die Projektbearbeitung übernommen hat!

Kontakt: [email protected]

 

 

Klimaanpassungskonzept CABUWAZI,
gefördert vom Bundesministerium für
Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
(BMU) aufgrund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages

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Videorückblick FREEDOM OF MOVEMENT FESTIVAL 2021

Du hast FREEDOM OF MOVEMENT 2021 verpasst? Oder kannst es nicht erwarten, bis es endlich weitergeht? Dann schau dir unsere Videos vom Festival an und lass dich von der Stimmung mitnehmen zu toller Musik, Workshops und natürlich: jeder Menge Zirkus!

Vielen Dank an:Senatsverwaltung Kultur Europa, Rotaey, Asyl-,Migrations-,Integrationsfonds
Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Bezirksamt Tempelhof Schöneberg und unseren Kooperationsparter*innen: Berlin Mondiale, Schlesische27, Spreequell, Pluralarts, Alles für die Jugend

 

Circus Inclusioni beim FREEDOM OF MOVEMENT

Wir danken: Europäische Union. Dieses Projekt wird aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds kofinanziert.

Filme: Tina Eichner

 


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Kleine Weihnachtsauszeit: Trainingsfreie Zeiten auf unseren Plätzen

Auch wir gönnen uns eine kleine Weihnachtsauszeit.

Habt wunderschöne Weihnachten und einen guten Rutsch ins neue Jahr! Wir freuen und auf euch im neuen Jahr.

Die trainingsfreie Zeit auf den Plätzen:

CABUWAZI Altglienicke: 20.12.2021 bis 02.01.2022
CABUWAZI Hohenschönhausen: 22.12.2021 bis 02.01.2022
CABUWAZI Kreuzberg: 20.12.2021 bis 02.01.2022
CABUWAZI Marzahn: 21.12.2021 bis 10.01.2022
CABUWAZI Tempelhof: 24.12.2021 bis 02.01.2022
CABUWAZI Treptow: 20.12.2021 bis 17.01.2021

Geschäftsstelle: 23.12.2021 bis 02.01.2022

 


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“Klimazirkus” – ein neues Projekt startet im Februar in Tempelhof

CABUWAZI Tempelhof steht schon mit einem spannenden neuen Projekt in den Startlöchern für das kommende Jahr: im Februar startet dort der „Klimazirkus“!

Darin wollen sie die Themen Klimawandel und -schutz, Klimaanpassungund gesellschaftliche Transformation mit den Elementen der (Zirkus)-Kunst verknüpfen und so zu emotionaler Auseinandersetzung anregen. In einem Zirkuswagen als Anschauungsobjekt und
Veranstaltungsort, bei Workshops, an Mitmachstationen und in offenen Angeboten auf dem Tempelhofer Feld werden diese Themen Kindern und Jugendlichen zugänglich gemacht. Ziel dabei ist das Zukunftsthema Klima handelnd, körperlich, ästhetisch und emotional zu erschließen und weiterzuentwickeln.

Durchgeführt wird das Projekt von LIFE e.V. – einer gemeinnützigen Organisation, die seit über 30 Jahren anspruchsvolle (Modell-)Projekte
und Kampagnen in den Themenfeldern Bildung, Umwelt und Chancengleichheit entwickelt undumsetzt. Sie ist lokal-regional, bundesweit sowie auf europäischer und internationaler Ebene tätig. LIFE e.V. setzt sich für Klimaschutz, Klimagerechtigkeit und Nachhaltige Entwicklung ein und engagiert sich dabei für Chancengleichheit, Geschlechtergerechtigkeit und Inklusion.

 

Der “Klimazirkus” ist eine Kooperation zwischen CABUWAZI Tempelhof, LIFE e.V., UFA-Fabrik und dem Bezirk Tempelhof-Schöneberg.

Das Projekt wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Umwelt, Mobilität, Verbraucher- und Klimaschutz und das Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg.


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Danke für ein besonderes FREEDOM OF MOVEMENT FESTIVAL 2021

“Rassismus wirkt auf den Körper, der Köper muss das verdauen, nicht nur der Kopf. Kunst ist eine Art und Weise der Verarbeitung” Daphne Brunet, Künstlerische Leitung der CABUWAZI-Eigenproduktion “re:Member“ im Gespräch mit dem nd.

Wir gucken auf ein besonderes FREEDOM OF MOVEMENT FESTIVAL zurück! Vielen Dank an alle Aktuer*innen und Künstler*innen, die mit ihren Beiträgen ihre persönlichen Geschichten und Rassismuserfahrungen mit dem Publikum geteilt haben.
Vielen Dank, dass ihr FREEDOM OF MOVEMENT 2021 so einzigartig gemacht habt! Bedanken wollen wir uns auch bei allen Unterstützer*innen, Kooperationspartner*innen und Fördergeber*innen – ihr seid toll!

Ihr konntet nicht dabei sein? Den ganzen Artikel vom nd über das Festival findet ihr hier!

Fotos: Matthias Steinbach

 


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Save the Date: FREEDOM OF MOVEMENT vom 1. bis 3. Oktober

Das Festival der Bewegungsfreiheit

Seit 2017 setzt CABUWAZI Tempelhof mit seinem Festival FREEDOM OF MOVEMENT ein Zeichen für selbstbestimmte Bewegungsfreiheit und die großen Themen der Zeit: Grenzen, Flucht, Ankommen und Gesellschaft.
Die Akteur*innen von FREEDOM OF MOVEMENT 2021 beschäftigen sich in diesem Sinne mit persönlichen Geschichten und Rassismuserfahrungen und der Frage, was Rassismus, lebensbedrohliche Unsicherheit und Ausgrenzung mit Menschen machen.
Inspiration und Basis dieser Demonstration in Form von Theater, Musik und Artistik wird im Jahr 2021 das meistgehörte Musikgenre der Welt sein – Hip Hop. Zum einen, da das Genre wie kein anderes so vielfältige Geschichten erzählt: von gesellschaftlichen Zuständen, von Missständen aber auch von Gemeinschaft. Zum anderen, da viele unserer Trainingskinder, die immer wieder von eigenen Rassismuserfahrungen berichten, sich dem Hip Hop verbunden fühlen.

In der Manege entsteht so ein Raum für Kunst und Empowerment aus der People of Color-Perspektive. Lasst euch von starken Beiträgen inspirieren, die sich mit den Herausforderungen unserer Gegenwart beschäftigen und für eine Zukunft stehen, in der „Black lives Matter“!

 

        

 

Programm
Das Programm setzt sich aus eigenen und externen Produktion zusammen. So entsteht ein Festival mit Musik, Theater, Literatur, Tanz und Workshops. Ab nächster Woche könnt ihr die ersten Veranstaltungen hier buchen und wir werden euch alle Künstler*innen und Shows vorstellen. Der Eintritt ist frei, über Spenden freuen wir uns sehr.

Freitag 1.10.

Tanz, Theater: „Drei Brüder“ Raphael Hillebrand
Musik: Sister Queens
Tanz: Hip Hop Tanz Battle mit HaBer e.V.

Samstag 2.10.

Zirkus und Musik: Jugendgruppe CABUWAZI Tempelhof in Kooperation mit PluralArts
Zirkus: „re:Member“ – eine Produktion von CABUWAZI Tempelhof
Zirkus Varieté: „Blak Allure“
Musik: BSMG
Musik: Hoe_mies

Sonntag 3.10.

Interne Veranstaltung

Hinweis

Viele unserer Trainingskinder erleben Rassismus und sprechen mit uns darüber – Rassismus und der Umgang mit Rassismus ist deshalb ein zentrales Thema in unserer Arbeit. Diesen zu bekämpfen, ist für uns daher kein Trend. Das Organisationsteam ist dennoch fast ausschließlich weiß – für die Entwicklung und Durchführung des Festivals gibt es deshalb eine Prozessbegleitung, sodass das Team sich immer wieder mit eigenen Privilegien, Hierarchien und Machtverhältnissen auseinandersetzt. Ziel ist es, diese Strukturen innerhalb unserer Organisation aufzulösen.

 

 


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Alessandra aus Tempelhof im Interview

Bei CABUWAZI Tempelhof liegt ein großer Schwerpunkt auf der Arbeit mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen. Dafür fahren die Trainer*innen normalerweise in Gemeinschaftsunterkünfte in verschiedene Berliner Bezirke. Zirkustraining in den Unterkünften, das ist jedoch leider seit Beginn der Corona-Pandemie nicht mehr möglich. Wie der Kontakt zu den Kindern trotzdem gehalten werden kann, erzählt uns Alessandra aus Tempelhof. Außerdem spricht die Sozialpädagogin, die für CABUWAZI für verschiedene Unterkünfte in Kreuzberg und Mariendorf zuständig ist, mit uns über die besonderen Herausforderungen, die es in der aktuellen Situation gibt – was ihr Hoffnung macht, hat sie uns aber auch verraten!

Seit wann könnt ihr nicht mehr in die Unterkünfte gehen und mit den Kindern trainieren?

Seit letztem Jahr – im Sommer haben wir dann zusammen mit der Flüchtlingskirche und Berlin Mondiale Zirkus auf dem Gelände der Kirche angeboten. So ungefähr ab April haben wir auch auf Spielstraßen Mitmachzirkus angeboten – das hat gut geklappt, trotz Corona und obwohl wir weder in den Unterkünften noch bei uns auf dem Platz trainiert haben. Nach dem Sommer wollten wir gerne weiter auf dem Gelände der Flüchtlingskirche aktiv sein, das ging dann aber nicht. Es war einfach zu kalt, um draußen Zirkus anzubieten. Deshalb haben wir dann überlegt, wie wir Angebote auf unserem Platz gestalten können – mit dem aktuellen Konzept der Wegbegleitung und Kleingruppen von bis zu fünf Kindern konnten wir den Kindern wieder ein Angebot vor Ort bieten.

Wie geht es den Kindern aus den Unterkünften? Wie sieht ihr Alltag mit Corona aus?

Es ist – wahrscheinlich ein bisschen wie bei allen Kindern – schwieriger geworden: Plötzlich läuft viel wie Schule und Hausaufgaben digital. Dazu leben sie aber auch noch in kleinen Zimmern mit großen Familien. Das bedeutet, kaum Platz für sich zu haben. Ich habe außerdem das Gefühl, dass sie ihre Kontakte vermissen. Deshalb gibt es bei uns eine Telefonnummer, unter der sie sich melden können. Sie haben uns am Anfang jeden Tag geschrieben, sie wollen alles erzählen und brauchen den Kontakt. Auch bei unseren Zoommeetings, die wir als Ersatz für das Präsenztraining angeboten haben, ging es für die Kinder eher darum, sich zu treffen und uns von ihrem Alltag zu erzählen – man merkt, dass sie CABUWAZI schätzen und den Kontakt zu uns suchen.

Wie haben sich die Kinder deiner Meinung nach während des letzten Jahres verändert?

Es gibt tatsächlich eine Veränderung: Sie suchen und fragen nach uns! Vor Corona waren sie da, um Spaß zu haben und um zu trainieren. Aber in den letzten Monaten suchen sie stärker den Kontakt zu uns und wollen zum Bespiel wissen, wie es mit den Gesundheitserklärungen läuft. Sie sind aufmerksamer, fragen, was sie mitbringen sollen. Ich glaube, sie schätzen die unsere Angebote jetzt noch mehr.

Was habt ihr euch Überlegt, damit die Kinder trotz der aktuellen Situation zu euch kommen können?

Wir bieten jetzt Aktivitäten in Kleingruppen an. Das geht, weil wir zur Kinder- und Jugendhilfe gehören. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass wir die Kinder begleiten auf ihrem Weg von der Unterkunft zu uns. Denn: Viele sind noch jung, würden es nicht alleine schaffen und könnten sonst nicht kommen. Die Beziehung zur Wegbegleitung ist gut – es ist wichtig, dass das eine verlässliche Person ist.

Wie sehen die Angebote im Moment aus? Wie viele Kinder und wie oft in der Woche können sie zum Platz kommen?

Es können bis zu fünf Kinder in einer Gruppe an einem Angebot teilnehmen, es ist immer die gleiche Gruppenkonstellation. Außerdem tragen wir Masken, desinfizieren regelmäßig und halten Abstand. Wir spielen jetzt viele Spiele, die auch gut mit Abstand funktionieren. Außerdem bieten wir Disziplinen wie Kugellaufen und Seilspringen an. Die Kinder kommen einmal pro Woche, aber sie sagen, dass sie gerne öfter kommen würden.

Warum ist es wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen weiter zu CABUWAZI kommen können?

Die Kinder und wir brauchen Kontinuität – für die Beziehungsarbeit mit den Trainer*innen als Bezugspersonen ist es wichtig, dass man regelmäßig aufeinandertrifft. Es ist aber auch wichtig für die Gruppen, einmal rauszukommen aus der digitalen Welt. Sie haben ja weniger Kontakte, weil alles online stattfindet. Kinderschutz spielt außerdem eine große Rolle: Wenn sie hier auf dem Platz sind, haben sie die Möglichkeit, uns anzusprechen. Das passiert eher, als wenn wir uns nur online sehen. Wir kennen uns gut und sie vertrauen uns, diese wichtige Stütze können wir ihnen mit unserem Kleingruppenkonzept weiter geben.

Was wünscht du deinen CABUWAZI-Kindern für die Zukunft?

Erst einmal: alles, alles Liebe! Dass sie sich hier wohlfühlen, Spaß haben und sich individuell und in der Gruppe weiterentwickeln. Es geht mir in meiner Arbeit nicht nur darum, dass sie eine tolle Show auf die Beine stellen, sondern vor allem möchte ich, dass sie CABUWAZI als einen guten Ort empfinden, an dem sie sich wohlfühlen und der Raum für Entwicklung lässt. Und eine Entwicklung sehe ich schon: Am Anfang haben sie sich häufig gestritten. Hier haben sie gelernt, respektvoll und ohne Beleidigungen Konflikte zu lösen – untereinander oder wenn das nicht geht, uns um Hilfe zu bitten. Diese Art der sozialen Kompetenzentwicklung finde ich toll. Ein großes anderes Ziel und deshalb auch ein Wunsch für die Kinder ist es, dass die Gruppen nicht mehr so lange so klein bleiben müssen – dass sie mit anderen Kindern und Jugendlichen zusammenkommen können. Es ist sinnvoll, dass sie am Anfang zusammen in einer Gruppe sind und eine Eingewöhnungszeit haben, aber sie sollen nicht auf Dauer die „besonderen Gruppen“ sein – sondern mit allen Kindern trainieren. Ich hoffe, dass das nach Corona ganz schnell klappt!